Europas Leitbörsen am Nachmittag weiter im Minus

Euro-Stoxx-50 bei minus 0,5 Prozent - Technologieaktien mit Abschlägen

Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstagnachmittag weiter im Verlustbereich gelegen - haben sich aber von stärkeren Verlusten am Vormittag etwas erholt. Gegen 14.30 Uhr büßte der Euro-Stoxx-50 0,53 Prozent auf 3.680,37 Punkten ein. In Frankfurt lag der DAX mit 13.821,71 Einheiten mit 0,92 Prozent im Minus. Auch der FTSE-100 in London verlor 0,05 Prozent auf 6.609,17 Zähler.

Als Grund für die Abschläge wird der schwache Technologiesektor genannt. Die Aktien der Technologiebranche gehörten am Dienstag zu den größten Verlierern. Bereits am Vortag hatte in den USA der technologielastige Nasdaq stark nachgelassen.

Ein weiterer Grund für Nervosität an den Börsen ist der Zinsanstieg auf den Anleihenmärkten. Diese könnten die Anleger weg vom Aktienmarkt hin zu festverzinslichen Papieren locken.

Impulse könnten am Nachmittag aus den USA kommen. Viel Beachtung bekommt dort die halbjährliche Anhörung des US-Notenbankchefs Powell vor dem Kongress in Washington. Es wird damit gerechnet, dass er keine Abkehr von der lockeren Geldpolitik signalisieren wird. Gegen 16.00 Uhr wird in den USA auch ein Index zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

An der Spitze des Eurozonen-Leitindexes standen aber die Papiere von Amadeus IT mit einem Plus von 5,6 Prozent. Die Bank Goldman Sachs wiederholte am Montag ihre Kaufempfehlung. Der Anbieter von Flug- und Reisebuchungssystemen gehöre zu den größten potenziellen Gewinnern von einer Konjunkturerholung, so die Goldman-Experten.

Aus dem Umfeld der Flugbranche kamen auch zwei weitere Kursgewinner. Die Titel von Airbus verzeichneten ein Plus von 3,3 Prozent. Beim Luftfahrt- und Verteidigungskonzern Safran ging es um 2,3 Prozent nach oben.

Auch die Aktien vom französischen Bauunternehmen und Flughafenbetreiber Vinci verteuerten sich um 2,5 Prozent. Auch hier hatte es eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs gegeben.

Die größten Verluste im Euro-Stoxx-50 musste der Zahlungsabwickler Adyen verbuchen mit einem Minus von 7,8 Prozent. Die Holding Prosus, die viele Anteile an Technologieunternehmen hält, verlor 3,7 Prozent an Wert.

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