Europas Leitbörsen gehen klar im Plus aus dem Handel

Nach positiven Vorgaben aus den USA - Banken-, Automobil- und Rohstofftitel gut gesucht

Europas Börsen sind am Montag mit klaren Gewinnen aus dem Handel gegangen. Rückenwind lieferte die Wall Street, nachdem diese am Freitag mit klaren Aufschlägen aus dem Handel gegangen war und auch zuletzt deutlich im Plus tendierte. Der Eurozonen-Sammelindex Euro-Stoxx-50 legte zu Wochenbeginn um satte 2,75 Prozent auf 3.223,19 Zähler zu.

Auch die europäischen Länderindizes verzeichneten klare Kursaufschläge: So stieg der deutsche Leitindex DAX um 3,22 Prozent auf 12.870,87 Punkte. In London zog der FTSE-100 um 1,46 Prozent auf 5.927,93 Einheiten an. Der Pariser CAC-40 erhöhte sich um 2,4 0 Prozent auf 4.843,27 Stellen.

Dass die EZB-Chefin Christine Lagarde die derzeitige Konjunkturerholung von der Coronakrise "unvollständig, unsicher und holprig" nannte, brachte indes keinen Gegenwind. Die Notenbankvorsitzende beteuerte, die Zentralbank sei bereit ihre geldpolitischen Instrumente gegebenenfalls anzupassen. Es werde zudem der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung berücksichtigt.

Branchenseitig zeigten sich neben Rohstofftitel Bankenaktien stark nachgefragt. Im Eurozonen-Sammelindex legten Banco Santander um 6,81 Prozent zu. In London verteuerten sich HSBC um 8,89 Prozent. Die Aktien profitierten von der Nachricht, dass der chinesische Versicherer und Finanzdienstleister Ping An seine Beteiligung ausgebaut habe.

Gefragt waren auch Titel aus der Automobilbranche, nachdem bekannt gegeben worden war, dass in China die Nachfrage nach Autos anziehe. Starke Kursaufschläge verbuchten im Euro-Stoxx-50 die Papiere von BMW. Sie legten um mehr als vier Prozent. Bei den Aktien von Renault war ein noch deutlicheres Kursplus von 7,12 Prozent verzeichnet worden. Der japanische Partner Nissan hatte für 2021 die Rückkehr zur Profitabilität in Aussicht gestellt, falls die derzeitige positive Dynamik anhalte.

Unter den weiteren Einzelwerten stiegen in Paris ArcelorMittal zudem um satte 10,92 Prozent. Der Stahlkonzern hatte angekündigt, sein Geschäft in den Vereinigten Staaten an den US-Konkurrenten Cleveland-Cliffs um 1,4 Mrd. US-Dollar verkaufen zu wollen.

Diageo legten um deutliche 6,09 Prozent zu. Der Schnaps- und Bierkonzern startete dank einer Erholung des US-Geschäfts gut in das laufende Geschäftsjahr. Die Aussichten auf das bis Ende Dezember laufende erste Halbjahr hätten sich verbessert, erklärte Diageo.

Mit Abgaben von mehr als elf Prozent gingen bei 275,90 Pence die Anteilsscheine von William Hill aus dem Handel. Am Freitag hatte ein Bericht, wonach der Finanzinvestor Apollo am britischen Wettanbieter interessiert sei, den Aktienkurs bis auf 313 Pence nach oben katapultiert. Die nun vorliegende Offerte des US-Konkurrenten und Joint-Venture-Partners Caesars Entertainment beläuft sich auf 272 Pence je Titel.

Bemerkenswert in Frankfurt war unterdessen, dass der DAX heute 31 Mitglieder hatte. Die Aktien von Siemens Energy befanden sich aus technischen Gründen für einen Tag im deutschen Leitindex. Die Wertpapiere des abgespaltenen Energiegeschäfts von Siemens sackten bei ihrem Börsendebüt allerdings um 3,6 Prozent auf 21,21 Euro ab.

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