Europas Leitbörsen gehen mit leichten Abgaben aus dem Handel

Börsen machen deutliche Anfangsverluste im Verlauf teilweise wett - ifo-Geschäftsklimaindex fällt besser aus als erwartet

Die europäischen Leitbörsen sind am Montag mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. Zum Start hatten die Märkte noch um einiges deutlicher abgegeben. Im Verlauf konnte jedoch ein Großteil der Abschläge aufgeholt werden. Geholfen hat dabei auch ein besser als erwartet ausgefallener ifo-Geschäftsklimaindex.

Der Euro-Stoxx-50 stand zum Schluss mit einem Minus von 0,37 Prozent bei 3.699,85 Punkten. Der DAX in Frankfurt gab um 0,31 Prozent auf 13.950,04 Einheiten nach. In London schloss der FTSE-100 ebenso mit Verlusten von 0,18 Prozent bei 6.612,24 Zählern.

An den Märkten überwog zum Wochenbeginn die Sorge rund um steigende Zinsen. Diese wirken sich direkt auf die Unternehmensgewinne aus und machen Anleihen wiederum zu attraktiveren Anlagealternativen, so der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am heutigen Handelstag beispielsweise auf ein neues Einjahreshoch.

Die Stimmung etwas heben konnten am Vormittag besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Februar gegenüber dem Vormonat von 90,3 auf 92,4 Punkte. Analysten hatten zuvor einen geringeren Zuwachs auf 90,5 Punkte erwartet. Sowohl die derzeitige Geschäftslage als auch die Zukunftsaussichten wurden besser eingeschätzt als zuletzt.

Im Euro-Stoxx-50 schlossen die Papiere von Airbus mit den größten Zugewinnen von 4,4 Prozent. Die Wertpapierexperten von Goldman Sachs beließen die Papiere des europäischen Flugzeugherstellers weiter auf ihrer "Conviction Buy List" für Werte mit signifikantem Aufwärtspotenzial. Auch die Analysten der britischen Barclays Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Airbus-Aktien.

Dahinter kletterten auch die Titel des irischen Glückspielkonzerns Flutter Entertainment um klare 4,0 Prozent. Ölwerte lagen ebenso in der Gunst der Anleger. Eni stiegen um 1,7 Prozent und Total verteuerten sich um 1,4 Prozent. Dabei profitierten die beiden europäischen Ölkonzerns vor allem von den deutlichen Preisanstiegen am Ölmarkt.

Am unteren Ende waren vor allem Technologiewerte zu finden. So verloren die Papiere des niederländischen Halbleiterkonzerns ASML 2,1 Prozent. Auch die Titel des Zahlungsdienstleisters Adyen gaben um 2,7 Prozent nach. Schlusslicht im Eurozonen-Leitindex waren allerdings die Titel der niederländischen Beteiligungsgesellschaft Prosus mit Verlusten von 4,2 Prozent.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten