Europas Leitbörsen zu Mittag im Plus

Starke Vorgaben aus Fernost - Gute Konjunkturdaten aus Asien und Freihandelsabkommen heben Stimmung - Banken- und Luftfahrttitel unter größten Gewinnern

Ein starker Wochenstart an den asiatischen Börsen hat am Montag auch die europäischen Märkte angetrieben. Zu Mittag stand der Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 0,75 Prozent bei 3.457,97 Punkten. In Frankfurt gewann der DAX 0,56 Prozent auf 13.149,51 Einheiten und der Londoner FTSE-100 legte um 0,63 Prozent auf 6.356,33 Punkte zu.

Als Kurstreiber an den Fernost-Börsen galt zum Wochenstart der Abschluss eines neuen Freihandelsabkommens in der Region. Nach mehrjährigen Verhandlungen schlossen sich am Sonntag insgesamt 15 asiatisch-pazifische Staaten zum weltweit größten Freihandelabkommen zusammen.

Daneben sorgten auch Konjunkturdaten für Freude unter den Anlegern. In China ist die Industrieproduktion im Oktober weiter deutlich gestiegen. Konkret legte die Produktion gegenüber dem Vorjahresmonat um satte 6,9 Prozent zu. Auch die Umsätze unter den chinesischen Einzelhändlern stiegen um 4,3 Prozent. Damit erholt sich die chinesische Wirtschaft weiter deutlich von dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr.

Zudem ist die japanische Wirtschaftsleistung im dritten Quartal deutlich gestiegen. Auf das Jahr hochgerechnet kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um deutliche 21,4 Prozent, nachdem Experten zuvor einen geringeren Zuwachs von rund 19 Prozent prognostiziert hatten. Der japanische Leitindex Nikkei-225 kletterte daraufhin am Montag auf den höchsten Stand seit 29 Jahren.

Am Nachmittag richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die USA. Dort werden einerseits die US-Börsen ebenso vorbörslich fester erwartet. Zudem steht mit dem Empire-State-Index die erste Industrieumfrage des laufenden Monats an. Der Stimmungsindikator hatte sich zuletzt von seinem Einbruch im Frühjahr deutlich erholt.

Aus Branchensicht standen europaweit Bankenwerte ganz oben. Im Euro-Stoxx-50 verteuerten sich die Titel der spanischen Banco Santander um 2,9 Prozent. In Madrid waren besonders die Titel der BBVA mit einem satten Kursplus von über 15 Prozent gut gesucht. Am Montag war bekannt geworden, dass das spanische Geldhaus sein US-Geschäft um rund 10 Milliarden Euro an den US-Finanzkonzern PNC verkauft.

Auch Titel der Luftfahrtbranche präsentierten sich europaweit fester. Im Euro-Stoxx-50 gewannen die Aktien des Flugzeugherstellers Airbus um satte 3,5 Prozent. Auch die Anteilsscheine des französischen Luftfahrtzulieferers Safran stiegen um 4,1 Prozent. Im Londoner "Footsie" gewannen die Titel des Triebwerksherstellers Rolls Royce rund 7 Prozent.

Ebenfalls unter den Favoriten im britischen Leitindex lagen die Aktien des Mobilfunkkonzerns Vodafone mit Zugewinnen von 2,6 Prozent. Ein deutlich besser als erwartetes Geschäftsquartal lässt den britischen Telekommunikationskonzern seine Jahresprognose leicht nach oben schrauben. Nach Kosteneinsparungen rechnet der britische Mobilfunker nun mit einem bereinigten Betriebsergebnis (Ebitda) zwischen 14,4 und 14,6 Milliarden Euro in dem im März endenden Geschäftsjahr 2020/21. Im Vorjahr waren 14,5 Milliarden Euro erzielt worden.

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