Europas Leitbörsen zu Mittag klar im Minus

Euro-Stoxx-50 lässt um fast ein Prozent nach - Schwacher Technologiesektor zieht Indizes nach unten

Die europäischen Leitbörsen müssen am Dienstag zu Mittag Verluste verbuchen. Gegen 12.20 Uhr büßte der Euro-Stoxx-50 0,99 Prozent auf 3.663,23 Punkten ein. In Frankfurt lag der DAX mit 13.757,79 Einheiten mit 1,38 Prozent im Minus. Auch der FTSE-100 in London verlor 0,5 Prozent auf 6.579,49 Zähler.

Als Grund für die Abschläge wird der schwache Technologiesektor genannt. Die Aktien der Technologiebranche gehörten am Dienstag zu den größten Verlierern. Bereits am Vortag hatte in den USA der technologielastige Nasdaq stark nachgelassen.

Ein weiterer Grund für Nervosität an den Börsen ist der Zinsanstieg auf den Anleihenmärkten. Diese könnten die Anleger weg vom Aktienmarkt hin zu festverzinslichen Papieren locken.

Zuletzt hätten bereits Schwächeanzeichen zugenommen, schreiben die Analysten der Helaba. Steigende Rohölpreise bereiten Sorgen, weil sie die Konjunktur ausbremsen könnten. Allgemein würden Inflationsängste die Anleger zurückhalten, so die Helaba-Experten weiter.

Impulse könnten am Nachmittag aus den USA kommen. Viel Beachtung bekommt dort die halbjährliche Anhörung des US-Notenbankchefs Powell vor dem Kongress in Washington. Es wird damit gerechnet, dass er keine Abkehr von der lockeren Geldpolitik signalisieren wird. Gegen 16.00 Uhr wird in den USA auch ein Index zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Bei den Branchenindizes lag die Öl- und Gassparte vorne. Sie dürfte von den weiter anziehenden Rohölpreisen profitieren. Dies spiegelt sich auch bei den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 wieder. Die Total-Aktie verteuerte sich um 2,3 Prozent. Beim Konkurrenten Eni war es ein Plus von fast 0,7 Prozent.

An der Spitze des Eurozonen-Leitindexes standen aber die Papiere von Amadeus IT mit einem Plus von 5,9 Prozent. Die Bank Goldman Sachs wiederholte am Montag ihre Kaufempfehlung. Der Anbieter von Flug- und Reisebuchungssystemen gehöre zu den größten potenziellen Gewinnern von einer Konjunkturerholung, so die Goldman-Experten.

Aus dem Umfeld der Flugbranche kamen auch zwei weitere Kursgewinner. Die Titel von Airbus verzeichneten ein Plus von drei Prozent. Beim Luftfahrt- und Verteidigungskonzern Safran ging es um 1,8 Prozent nach oben.

Die größten Verluste im Euro-Stoxx-50 musste der Zahlungsabwickler Adyen verbuchen mit einem Minus von 8,2 Prozent.

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