Europas Leitbörsen zur Eröffnung einheitlich etwas schwächer

Indizes kommen nach klaren Vortagesgewinnen leicht zurück - Mehrheitlich positive Übersee-Vorgaben

Die europäischen Leitbörsen haben sich am Dienstagvormittag einheitlich mit etwas tieferen Kursen gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.40 Uhr mit minus 0,47 Prozent bei 3.208,01 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,63 Prozent auf 12.789,49 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,40 Prozent auf 5.904,41 Punkte.

Nach dem starken Wochenbeginn konnten die europäischen Börsen ihre Aufwärtsbewegung heute Vormittag nicht fortsetzen. Die Übersee-Börsen hatten noch mehrheitlich positive Vorgaben geliefert. Experte Konstantin Oldenburger vom Handelshaus CMC Markets wies mit Blick auf die Coronakrise darauf hin, "dass es für die Wirtschaft nicht so schlimm gekommen ist, wie noch vor einigen Monaten gedacht". Börsianer honorierten das mit steigenden Kursen.

Datenseitig sind heute die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise für die Anleger von Interesse. Wenig Einfluss auf das Marktgeschehen dürften die EWU-Stimmungsbarometerhaben. In den USA stehen die Handelsbilanz und das Verbrauchervertrauen auf der Agenda sowie eine Fülle von Fed-Reden.

Stärker in den Fokus der Investoren könnte der Brexit rücken. An diesem Dienstag beginnt eine neue Verhandlungsrunde über ein Handelsabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase. Die EU hat London eine Frist bis zum 30. September gesetzt, die Pläne für eine Aushebelung von Teilen des 2019 ausgehandelten und bereits gültigen EU-Austrittsabkommens zurückzuziehen.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 zählten einige Finanzwerte zu den größeren Verlierern. So büßten Banco Santander 2,5 Prozent an Wert ein und BNP Paribas schwächten sich um 1,6 Prozent ab. Münchener Rück mussten ein Minus von 1,4 Prozent verbuchen.

Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hat Vorwürfe klagender US-Investoren zurückgewiesen, die Entschädigung für milliardenschwere Anlageverluste fordern. Die Anschuldigungen seien rechtlich und sachlich fehlerhaft, teilte AGI mit. Die Allianz-Tochter ist mit mehreren Klagen von institutionellen Investoren konfrontiert, die sie für dramatische Verluste verantwortlich machen. Im Frühhandel sanken die Allianz-Papiere um 0,7 Prozent.

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