Fahndung nach Wiener "Schwertbande" - 17-Jähriger ging zur Polizei

Jugendlicher noch nicht einvernommen

Nach einem Raubüberfall auf einen Jugendlichen im Floridsdorfer Wasserpark vom August dieses Jahres hat sich ein 17-Jähriger am Mittwoch bei der Wiener Polizei gemeldet. Ob und wie er an der Tat, bei der ein Gleichaltriger mit Messern und einem Schwert bedroht und durch Tritte misshandelt worden war, beteiligt gewesen ist, blieb vorerst unklar: Weil der Bursch keinen Rechtsbeistand hatte, wurde er noch nicht einvernommen, aber auf freiem Fuß angezeigt.

Das ebenfalls 17 Jahre alte Opfer war am 21. August von der achtköpfigen Gruppe überfallen worden. Der Jugendliche sei nach einem Schlag zu Boden gegangen, worauf die ganze Bande den Liegenden mit Tritten malträtierte, berichtete die Polizei am vergangenen Dienstag und veröffentlichte Fahndungsfotos von Verdächtigen. Als Folge davon habe sich "einer der mutmaßlichen Täter, ein 17-jähriger irakischer Staatsangehöriger, selbst am Mittwoch in den frühen Abendstunden in der Polizeiinspektion Hufelandgasse" gestellt, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich.

Die Einvernahme sei noch ausständig, weil Jugendliche ohne Rechtsbeistand nicht einvernommen werden dürfen. Der 17-Jährige bekomme nun einen juristischen Vertreter gestellt, sagte der Sprecher. Die Öffentlichkeitsfahndung nach den weiteren sieben Verdächtigen blieb aufrecht. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, unter der Telefonnummer 01/31310/67210 entgegen.

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