Familie von zurückgetretenem Kardinal reicht Klage ein

Wegen Verleumdung und Verletzung von Amtsgeheimnissen

Die Familie des vergangene Woche zurückgetretenen Kurienkardinals Angelo Becciu hat zwei Klagen wegen erschwerter Verleumdung und Verletzung des Amtsgeheimnisses eingereicht. Der Kardinal und seine drei Brüder beklagten die Veröffentlichung verleumderischer und irreführender Informationen seitens der Medien. Dabei seien die Rechte der Betroffenen schwer verletzt worden, berichtete der Anwalt der Familie Becciu, Ivano Iai, in einer Presseaussendung.

Der Kardinal hatte auf Druck von Papst Franziskus wegen des Vorwurfs der Geldunterschlagung zurücktreten müssen. Er wurde vom Amt als Präfekt der Heiligsprechungskongregation entbunden. Zugleich nahm der Papst den Verzicht Beccius auf alle Rechte seiner Kardinalswürde an. Laut Medienberichten soll der 72-jährige Kardinal seine Position im Staatssekretariat genutzt haben, um eigene Familienangehörige bei fragwürdigen Sozialprojekten finanziell zu unterstützen.

Der Beschuldigte versicherte indes, nichts falsch gemacht zu haben. Er verteidigte ein von ihm finanziertes Caritas-Projekt in seiner Heimat Sardinien, an dem auch sein Bruder beteiligt gewesen sein soll.

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