Fondsvermögen der Österreicher im dritten Quartal gewachsen

Finanzmarktaufsicht: Per Ende September betrug das Plus im Jahresabstand 1,8 Prozent auf fast 193 Mrd. Euro - Weit darüber liegendes Plus bei Nachhaltigkeits-, Aktien- und Mischfonds

Mitten in der Coronakrise hat die heimische Fondsbranche gute Geschäfte gemacht. Per Ende September hat sich das verwaltete Vermögen im Jahresabstand um 3,4 Mrd. Euro auf 192,6 Mrd. Euro vermehrt - ein Plus von 1,8 Prozent. Noch deutlich darüber liegende Wachstumsraten gab es bei Nachhaltigkeits-, Aktien- und Mischfonds, wie aus dem aktuellen Quartalsbericht "Asset Management im 3. Quartal 2020" der Finanzmarktaufsicht (FMA) von heute, Freitag, hervorgeht.

Die aufgrund der Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr aufgetretenen Verluste seien im dritten Quartal mit einem Plus von 5,4 Mrd. Euro (2,9 Prozent) gegenüber dem Vorquartal weiter abgebaut worden. Der Großteil der Erholung des Fondsvermögens ist laut FMA "insbesondere auf Kurswertgewinne aber auch auf Nettomittelzuflüsse im zweiten und dritten Quartal 2020" zurückzuführen.

Von dem verwalteten Fondsvermögen machten etwas mehr als die Hälfte (107,8 Mrd. Euro) Alternative Investmentfonds (AIF) aus, deren Volumen um 3 Mrd. Euro (2,8 Prozent) stieg. Die weiteren 84,8 Mrd. Euro entfielen laut FMA auf Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW), die ein Plus von 2,5 Mrd. Euro (3,0 Prozent) auswiesen.

Per 30. September managten 14 österreichische Kapitalanlagegesellschaften (KAG) und 52 Alternative Investmentfonds Manager (AIFM) insgesamt 2.029 Fonds - 1.119 AIF und 910 OGAW. Das waren um zehn mehr als zu Beginn des Jahres 2020. Gegliedert nach Veranlagungsstrategie handelte es sich dabei um 1.119 Mischfonds, 438 Rentenfonds, 334 Aktienfonds, 50 kurzfristige Rentenfonds, 30 Private Equity Fonds, 18 Immobilienfonds sowie 40 sonstige Fonds.

Bei den Mischfonds erhöhte sich das verwaltete Vermögen zum Stichtag um 3,1 Prozent (2,5 Mrd. Euro) auf 84,7 Mrd. Euro, bei den Rentenfonds um 2,2 Prozent (1,3 Mrd. Euro) auf 61,8 Mrd. Euro, bei den Aktienfonds um 5,3 Prozent (1,5 Mrd. Euro) auf 29,7 Mrd. Euro und bei den Immobilienfonds um 1,5 Prozent oder 143 Mio. Euro auf 9,7 Mrd. Euro.

Den stärksten Zuwachs zeigten österreichische Nachhaltigkeitsfonds nach dem Umweltzeichen UZ49 mit einem Plus von 8,5 Prozent (1,1 Mrd. Euro) auf 13,5 Mrd. Euro. Sie stellen den Angaben zufolge mittlerweile rund 7 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens aller heimischen Fonds.

Bei den kurzfristigen Rentenfonds hingegen verringerte sich das Volumen um 1,1 Prozent (62 Mio. Euro) auf 5,7 Mrd. Euro. Bei Private Equity Fonds belief es sich auf rund 600 Mio. Euro, bei sonstigen Fonds auf etwa 400 Mio. Euro.

Am 30. September 2020 waren laut FMA 9.179 ausländische Fonds in Österreich zum Vertrieb notifiziert, was gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 ein Plus von 312 Fonds bedeutet. Die meisten von ihnen stammten aus Luxemburg, Irland, Großbritannien, Deutschland und Frankreich.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten