Formel 1: Red Bull will mit RB16B Weltmeister Mercedes fordern

Weiterentwicklung des Vorjahresmodells - Für Wolff sind die "Roten Bullen" der erste Herausforderer der "Sternenflotte" und von Rekordchampion Hamilton

Red Bull hat Dienstagmittag seinen neuen Formel-1-Boliden online präsentiert. Mit dem RB16B, der eine Weiterentwicklung des Vorjahresmodells ist und sich daher optisch kaum von diesem unterscheidet, will der österreichisch-britische Rennstall dieses Jahr Serien-Weltmeister Mercedes ernsthaft fordern. Vor der seit 2014 dauernden Dominanz der "Sternenflotte" mit Rekordchampion Lewis Hamilton hatten die "Roten Bullen" von 2010 bis 2013 mit vier Titeln en suite den Ton angegeben.

Im Vorjahr gewann Mercedes 13 der 17 Saisonrennen, elf davon gingen auf das Konto von Weltmeister Hamilton. Daneben gelang nur noch Red Bull, das zwei Siege durch den Niederländer Max Verstappen feierte, mehr als ein Grand-Prix-Erfolg. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte unlängst den Einser-Rennstall von Milliardär Dietrich Mateschitz als schärfsten Rivalen in dieser Saison bezeichnet, auch weil Verstappen nun mit dem Mexikaner Sergio Perez einen besseren Teamkollegen als zuletzt mit dem Thailänder Alexander Albon habe.

Einen ersten Aufschluss über die wahren Kräfteverhältnisse werden jedoch erst die Testfahrten von 12. bis 14. März in Bahrain geben. Zwei Wochen später findet dann der WM-Auftakt ebenfalls auf der Strecke in der Wüste von Sakhir statt.

Für Red Bull Racing ist es die letzte Saison mit Honda als Motorpartner. Der japanische Konzern steigt nach diesem Jahr aus der Formel 1 aus. Da die Motorentwicklung aber bis Ende 2024 vom Weltverband FIA eingefroren worden ist, kann Red Bull die Honda-Technologie danach noch drei weitere Jahre nutzen. Die "Red Bull Powertrains Limited" werde sich deshalb ab 2022 um die Motoren kümmern, wie Red Bull in der Vorwoche mitteilte.

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