Frankreichs Geschäftsklima trübte sich überraschend ein

Stimmung in Industrie blieb hingegen gut

Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im Februar vor dem Hintergrund anhaltend hoher Neuinfektionen in der Coronakrise eingetrübt. Der Indexwert für das Geschäftsklima fiel auf 90 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit 92 Punkten gerechnet. Außerdem wurde der Stimmungsindikator für Jänner nach unten revidiert.

Der Indexwert habe im Vormonat nur bei 91 Punkten gelegen und nicht wie zuvor gemeldet bei 92 Punkten, hieß es weiter. Vor dem Dämpfer zum Jahresauftakt hatte sich die Stimmung in den Unternehmen tendenziell vom Coronaeinbruch im vergangenen Frühjahr erholt. Im April war der Indexwert auf ein Rekordtief von 54 Punkten gefallen.

Vergleichsweise robust zeigte sich weiter die Stimmung der Befragten in der Industrie. Hier lag der Indexwert für Februar deutlich höher bei 97 Punkten. Allerdings wurde auch in der Industrie der Wert für Jänner nach unten revidiert, von zuvor 98 Punkten auf nur noch 96 Zähler.

Wie Insee weiter mitteilte, habe sich das Geschäftsklima im Februar in den Bereichen Dienstleistungen und Einzelhandel verschlechtert. Beide Bereiche werden durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders hart getroffen. In der Baubranche hätten sich die Befragten hingegen zuversichtlich gezeigt, hieß es.

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