Großmutter in NÖ getötet - Erneuter Prozess am Dienstag

Oberster Gerichtshof hob 20-jährige Haftstrafe und Einweisung auf - Tat war im März 2019 verübt worden

Weil er seine Großmutter im März 2019 im Bezirk Neunkirchen getötet haben soll, muss sich ein 30-Jähriger am Dienstag erneut vor dem Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Der Strafausspruch vom Dezember 2019 - 20 Jahre Haft wegen Mordes - und die damals verhängte Einweisung wurden vom Obersten Gerichtshof (OGH) aufgehoben. Sowohl über die neue Strafhöhe als auch über die Unterbringung wird nun von einem Schwurgericht neu entschieden.

Der österreichische Staatsbürger soll die im Bett liegende 75-Jährige im Schlafzimmer ihres Hauses in der Nacht auf den 23. März 2019 geschlagen, gewürgt und ihr zahlreiche Stiche und Schnitte zugefügt haben. Am 17. Dezember 2019 fasste der Beschuldigte die 20 Jahre Haft in Kombination mit dem Widerruf einer bedingt nachgesehenen Strafe von vier Monaten aus. Der Niederösterreicher hätte also eigentlich 20 Jahre und vier Monate im Gefängnis absitzen müssen. Damit überschritt das Geschworenengericht nach Ansicht des OGH allerdings die Strafbefugnis, die bei zeitlich begrenzten Freiheitsstrafen bei exakt 20 Jahren endet.

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