Ibiza-U-Ausschuss - WKStA-Chefin: Können nicht in Ruhe arbeiten

Zwei Ermittlerjobs nachzubesetzen - BILD

WKStA-Chefin Ilse Vrabl-Sanda hat im weiteren Verlauf des Ibiza-U-Ausschuss am Donnerstag erläutert, wie sich "politisch durchdrungene" Verfahren auf die Arbeit ihrer Behörde auswirken. Es gebe Dienstaufsichtsbeschwerden gegen ihre Mitarbeiter, es würden nicht gerechtfertigte Einträge in die Personalakten gemacht. Die WKStA könne nicht in Ruhe arbeiten. Wie viele Verfahren es insgesamt im Ibiza-Komplex gebe, konnte Vrabl-Sanda nicht beantworten. Das ändere sich zu rasch.

Die WKStA-Leiterin berichtete auch mehrmals von einer Kollegin, die die WKStA aufgrund der Eskalation mit der Dienstaufsichtsbehörde verlassen werde. Gegen diese - wie auch gegen Vrabl-Sanda selbst - habe es eine Disziplinierungsmaßnahme gegeben, was aber mittlerweile wieder auf Weisung des Justizministeriums aus den Personalakten gelöscht sei. In den Ibiza-Ermittlungen habe es eine "erkleckliche Menge" an derartigen dienstaufsichtsbehördlichen Verfahren gegeben, berichtete die WKStA-Leiterin. Nicht selten mit Unterstellungen.

Immer wieder gebe es Anfangsverdachtsprüfungen, sagte Vrabl-Sanda zur Arbeit in der Causa Ibiza selbst. Insgesamt mit den Ermittlungen befasst seien fünf Oberstaatsanwälte, ein Teamleiter, eine Oberstaatsanwältin. Es gelte nun aber, zwei Juristenposten nachzubesetzen.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten