Immofinanz - Analysten erwarten höheren operativen Quartalsgewinn

Ausbleiben von negativen Bewertungseffekten dürfte EBIT stützen - Mieteinnahmen leicht rückläufig prognostiziert

Der börsennotierte Immobilienkonzern Immofinanz dürfte im abgelaufenen dritten Quartal bei leicht rückläufigen Mieteinnahmen einen deutlichen operativen Gewinnanstieg verzeichnet haben. Dies zeigen Schätzungen heimischer Finanzanalysten, die der APA vorliegen. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen ist für den morgigen Mittwoch nach Börsenschluss angekündigt.

Die Wertpapierexperten von Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) prognostizieren für das abgelaufene Quartal jeweils Mieteinnahmen von rund 70 Mio. Euro. Dies wäre ein leichter Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Analysten führen diesen vor allem auf Mietnachlässe aufgrund der Coronakrise zurück.

Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte sich allerdings deutlich verbessert haben. Hier erwarten die Analysten 44 Mio. Euro - dies wäre fast ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal. "Das EBIT wird wahrscheinlich ansteigen, weil wir mit keinen negativen Bewertungseffekten im dritten Quartal rechnen", erläuterte Erste-Analyst Christoph Schultes. Auch RCB-Kollege Oliver Simkovic erwartet keine bedeuteten Bewertungseffekte. Die Immofinanz habe einen großen Teil ihres Portfolios bereits im zweiten Quartal abgewertet und im abgelaufenen Quartal sei laut mehreren Marktforschern kein nennenswerter Anstieg der Immobilienrenditen zu beobachten gewesen.

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Bei der in der Immobilienbranche stark beachteten Rentabilitätskennzahl FFO 1 (Funds From Operations), dem operativen Ergebnis aus Vermietungen, rechnen die Analysten mit rund 27 Mio. Euro. Dies wäre ein Rückgang von einem Fünftel zum Vorjahresquartal, allerdings ein Plus von rund 12 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2020.

Immofinanz - Analystenschätzung für das dritte Geschäftsquartal 2020 (in Mio. Euro):

              Schnitt Vorjahr     
Mieteinnahmen 70,0    71,6    -2% 
EBIT          44,0    33,7    31% 
FFO 1         27,1    33,8    -20%
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