Impfung - Aufregung um Immunisierung von Angehörigen in Kärnten

Statt der kolportierten 120 wurden lediglich 20 Angehörige von Pflegeheimbewohnern geimpft - Land Kärnten: "Im erwartbaren Rahmen"

Für Aufregung hat am Donnerstag ein Medienbericht gesorgt, wonach in einem Altersheim in Kärnten im Zuge der Covid-Impfaktion 120 Angehörige der Bewohner geimpft worden sein sollen. Wie der Landespressedienst mitteilte, hatte man zwar "Ersatzlisten" mit Impfwilligen geführt, allerdings seien nur 20 Angehörige geimpft worden. Weil die Ampullen oft mehr Impfstoff beinhalten, werde dieser auch verimpft.

Ersatzlisten werden in Kärnten seit Beginn der Impfungen in den Altersheimen vergangene Woche geführt - etwa für den Fall, dass Impfwillige krank werden oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen können. Darauf können externe Heim-Mitarbeiter oder auch Angehörige aufscheinen, erklärte Gerd Kurath vom Landespressedienst auf APA-Anfrage: "So soll gewährleistet werden, dass wirklich jede Dosis, die man zur Verfügung hat, auch verabreicht wird."

In dem betroffenen Heim hatten sich insgesamt 120 Personen für eine Impfung angemeldet: 86 Bewohner, 23 Mitarbeiter und elf externe Mitarbeitende. Beliefert wurde das Heim daher mit 24 Impfstoff-Ampullen. Laut Angaben des Herstellers BioNTech enthält eine solche Ampulle Impfstoff für insgesamt fünf Personen - der Inhalt reicht aber für sechs Impfdosen oder mehr aus. Weil der aufgetaute Impfstoff schnellstmöglich auch verabreicht werden muss, wurden die Heimleitungen aufgefordert, Ersatzlisten von Impfwilligen anzulegen.

"Letztlich wurden daher in besagtem Heim nicht wie geplant 120, sondern 151 Personen geimpft. Darunter waren 91 Bewohnerinnen und Bewohner, 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 29 Externe - 20 von ihnen waren Angehörige", hieß es in einer Aussendung des Landespressedienstes. Die Differenz sei mit den zusätzlich verfügbaren Dosen erklärbar und liege "im erwartbaren Rahmen".

Vorwürfe, dass Heimmitarbeiter, die sich bereits im Dezember für hätten, durch die Impfung von Externen nicht drangekommen seien, wies das Heim zurück - und auch Kurath betonte, es hätten sich zuerst 23 Mitarbeiter angemeldet, dann seien aber 31 geimpft worden.

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