Iran fordert von USA ersten Schritt zur Rückkehr zum Atomvertrag

Khamenei bekräftigt: Zuerst müssen alle Sanktionen aufgehoben werden

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Neu: Mehr Aussagen von Khamenei
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In der Diskussion über eine Wiederbelebung des internationalen Atomvertrags mit dem Iran fordert Teheran die USA zum ersten Schritt auf. Erst wenn die USA alle Sanktionen gegen das Land aufgehoben hätten, werde sich der Iran seinerseits wieder an die Vereinbarung halten, sagte das geistliche und politische Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, am Sonntag dem staatlichen Fernsehen zufolge. "Das ist die unwiderrufliche und endgültige Entscheidung."

"Dieser Standpunkt wird von allen Seiten im Land befürwortet, und daran kann auch keiner was ändern", fügte Khamenei hinzu. Gemäß der iranischen Verfassung hat er das letzte Wort in allen strategischen Belangen. Ähnlich hatten sich zuvor Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Mohammad Javad Zarif geäußert. Nun verlangt die iranische Führung auch ausdrücklich, dass die USA den ersten Schritt unternehmen. Khamenei sagte: "Weder die Amerikaner noch die Europäer haben ein Recht, Forderungen an den Iran stellen, weil sie sich - im Gegensatz zum Iran - nicht an ihre Verpflichtungen gehalten haben."

Die USA waren unter dem früheren Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen ausgestiegen. Trumps Nachfolger Joe Biden hat sich zu einer Rückkehr bereit erklärt, sofern der Iran sich wieder strikt an die Auflagen hält. Von manchen Auflagen darunter zur Urananreicherung entfernte sich der Iran nach Ausstieg der USA zusehends. Mit dem 2015 in Wien geschlossenen Vertrag sollte dem Iran die Option eines raschen Atombombenbaus genommen werden. Im Gegenzug waren westliche Sanktionen aufgehoben worden.

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