Islamlehrer in der Steiermark nun doch vom Unterricht suspendiert

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz im Zusammenhang mit Muslimbruderschaft

Jener Islamlehrer in der Steiermark, gegen den seitens der Staatsanwaltschaft Graz im Zusammenhang mit der Muslimbruderschaft ermittelt wird, ist nun doch vom Unterricht suspendiert worden. Wie es am Dienstag aus dem Büro von Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) hieß, wird der Mann bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht mehr unterrichten. Davor waren "klärende Gespräche" mit dem Fachinspektor für islamische Religion der Bildungsdirektion geführt worden.

Zuständig für die Bestellung dieses Lehrers war nicht das Land Steiermark oder der Bund sondern die Religionsgemeinschaft. Daher hatte die Behörde im Gegensatz zu anderen Pädagogen, gegen die ebenfalls ermittelt wird, keine Handhabe. Nach den Gesprächen mit dem Fachinspektor wurde nun aber doch eingelenkt. Sollten die Ermittlungen eingestellt werden, kann er selbstverständlich in den Unterricht zurückkehren, wurde aber betont.

"Es war mehr als notwendig, dass dieser unter Verdacht stehende Islamlehrer nicht zuletzt aufgrund des freiheitlichen Drucks nun auch suspendiert wurde. Der gesamte Sachverhalt gehört nun restlos aufgeklärt und die Kontrollen des Islamunterrichts massiv verschärft und intensiviert", sagte FPÖ-Bildungssprecher Stefan Hermann. Er forderte, dass generell die islamische Religionsgemeinschaft bei der Auswahl der Lehrkräfte nicht mehr das Sagen hat.

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