Israels Netanyahu warnt bei UN vor Hisbollah-Waffendepot in Beirut

Die seit dem 22. September - mit zwei Tagen Pause dazwischen - laufende UN-Generaldebatte geht am Dienstag nach Reden von Vertretern aller 193 Mitgliedsstaaten zu Ende

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat bei den Vereinten Nationen vor der angeblichen Existenz eines geheimen Waffendepots der Hisbollah in der Innenstadt von Beirut gewarnt. "Dort könnte eine weitere Explosion passieren", sagte Netanyahu am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung per im Voraus aufgezeichneter Video-Botschaft.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut waren Anfang August durch eine gewaltige Detonation am Hafen mehr als 190 Menschen getötet und mehr als 6.000 weitere verletzt worden. Ausgelöst worden sein soll die Explosion durch große Mengen hochexplosiven Ammoniumnitrats.

Die im Libanon sehr einflussreiche schiitische Hisbollah-Organisation kontrolliert den Süden des Landes. Der Libanon und Israel befinden sich offiziell noch im Krieg. An der gemeinsamen Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Sie ist eng mit dem Iran verbündet und sieht wie Teheran in Israel einen Erzfeind.

Die seit dem 22. September - mit zwei Tagen Pause dazwischen - laufende UN-Generaldebatte sollte am Dienstag nach Reden von Vertretern aller 193 Mitgliedsstaaten zu Ende gehen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden die Reden nicht live im UN-Hauptquartier in New York gehalten, sondern in im Voraus aufgezeichneten Videos. Die sonst üblichen zahlreichen Nebenveranstaltungen und bilateralen Treffen wurden wegen der Pandemie auf wenige Online-Events zusammengeschrumpft.

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