Kirchenstatistik: Weniger Messbesucher, mehr Einnahmen im Jahr 2019

481 Mio. Euro aus dem Kirchenbeitrag

Die römisch-katholische Kirche in Österreich hat am Mittwoch neben den Mitgliederzahlen 2020 auch ihre pastoralen Kennzahlen für das Jahr 2019 - also noch vor der Coronakrise - veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der sonntäglichen Messbesucher oder der Taufen zurückgegangen, während es etwas mehr Erstkommunionen gab. Die Kirchenbeitragseinnahmen stiegen um rund 1,5 Prozent auf 481 Mio. Euro.

An den sogenannten "Zählsonntagen" wurden 2019 zwischen 497.000 und 533.000 Messbesucher gezählt, während es 2018 noch zwischen 502.000 und 554.000 waren (2017: 545.000 bis 571.000, 2016: 545.000 bis 595.000, 2015: 568.000 bis 606.000, 2014: 577.000 bis 623.000).

Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester sank von 3.783 auf 3.689, auch die Zahl der Ordensmänner und -frauen ging zurück. Von Stabilität geprägt blieb das Netz der Pfarrgemeinden: Die Statistik für 2019 weist insgesamt 4.291 Pfarren und sonstige kirchliche Seelsorgestellen aus (2018: 4.298, 2017: 4.299, 2016: 4.314, 2015: 4.317, 2014: 4.326, 2013: 4.327, 2012: 4.324), davon 3.043 Pfarren und 1.248 sonstige Seelsorgestellen.

Die Zahl der Taufen lag 2019 bei 44.977, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2018 (47.312). Die Zahl der kirchlichen Trauungen sank von 11.155 auf 9.842. Die Zahl der Erstkommunionen stieg leicht, Rückgänge gab es hingegen bei kirchlichen Trauungen, Begräbnissen und Firmungen.

Finanziell konnten die katholischen Diözesen in Österreich für 2019 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt fast ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2019 waren es knapp 481 Mio. Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2018 lagen die Kirchenbeiträge bei rund 474 Mio. Euro.

Das unter den zehn katholischen Diözesen akkordierte Zahlenwerk enthält neben einer Gebarungsübersicht auch einen Rechenschaftsbericht, der einen Einblick in Einkünfte und Aufwendungen zulässt. Insgesamt verzeichnen die Diözesen 2019 Gesamteinnahmen in der Höhe von über 637 Mio. Euro (2018: 634 Mio.). Dem stehen Aufwendungen von 641 Mio. Euro (2018: 639 Mio.) gegenüber.

Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) in der Höhe von rund 16 Mio. Euro (2018: 4 Mio.) und ein Gesamtbudget von 657 Mio. Euro aus (2018: 642 Mio.) aus.

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