Klagsflut gegen konzessionslose Online-Casinos

"profil": 40 von 1.500 Verfahren abgeschlossen - In allen Fällen mussten die Casinobetreiber Verluste zurückzahlen

Anbieter von lizenzlosen Online-Glücksspielen sind mit einer Klagsflut von österreichischen Spielern konfrontiert, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". Alleine der Wiener Prozessfinanzierer Advofin hat demnach im Vorjahr 1.500 Spielerklagen gegen solche Betreiber unterstützt. Der Gesamtstreitwert beträgt 32 Mio. Euro. 40 Verfahren sind abgeschlossen. In allen Fällen mussten die lizenzlosen Online-Casinobetreiber die Verluste - insgesamt 1,5 Mio. Euro - zurückzahlen.

Die hierzulande als illegal angesehenen Anbieter haben keine österreichische Konzession Glücksspiele. Meist haben die Anbieter wie bwin, Mr. Green oder William Hill eine solche aus Malta oder Gibraltar und argumentieren mit der Dienstleistungsfreiheit in der EU. Auf ihren Internetseiten bieten sie legal Online-Sportwetten an - aber eben auch Glücksspiele, für die sie keine Konzession haben.

Die Klagen sind erfolgreich, weil Gerichte die Glücksspielverträge mit diesen Betreibern wegen der fehlenden Zock-Konzession als unwirksam erklären. In dem Fall müssen die Verluste an die Spieler zurückbezahlt werden.

Der Sportwett-Riese Tipico gibt sein Online-Casino für Menschen mit Wohnsitz in Österreich laut "profil" per 1. Februar auf. Der Noch-Sponsor der heimischen Fußball-Bundeslieger behält hierzulande nur sein Sportwettenangebot. Gründe für den Teil-Rückzug wollte der Konzern keine nennen, schreibt das Magazin.

Die Fußball-Bundesliga wird ab Sommer mit Admiral einen neuen Bewerbssponsor bekommen. Der Sportwettenanbieter wird auch in der 2. Liga als Sponsor auftreten. Die zweithöchste Spielklasse sponsert aktuell Interwetten.

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