Kreuzfahrtriese Royal Caribbean fuhr 2020 Megaverlust ein

Fehlbetrag von 5,8 Mrd. Dollar angefallen - Umsätze brachen um 80 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar ein - Hoffnung auf Trendwende steigt

Die Coronapandemie hat dem Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean im vergangenen Jahr enorme Verluste eingebrockt. Insgesamt geriet Royal Caribbean 2020 mit 5,8 Mrd. Dollar (4,8 Mrd. Euro) in die roten Zahlen, im Schlussquartal fiel unterm Strich ein Minus von 1,4 Milliarden an. "Diese Krise ist die schwierigste in der Geschichte unserer Unternehmens", räumte der Tourismusriese am Montag in Miami ein. Die Umsatzerlöse sanken 2020 um rund 80 Prozent auf 2,2 Mrd. Dollar.

An der Börse kam der Geschäftsbericht dennoch gut an, die Aktie legte im US-Handel um mehr als zehn Prozent zu. Denn die Zuversicht auf ein Ende der Krise nimmt zu. Die Zahl der neuen Buchungen seien seit Jahresbeginn bereits stark angestiegen, es habe sich während der Pandemie offenbar viel Nachfrage aufgestaut, erklärte das Management in einer Konferenzschaltung nach der Bilanzvorlage. Die Aussicht auf ein Comeback der Branche ließ auch die Aktien von Konkurrenten wie der Aida-Mutter Carnival oder Norwegian Cruise Line kräftig steigen.

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