Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich schwach

US-Wahlkampf im Fokus - Nikkei verliert 1,5 Prozent

Asiens wichtigste Börsen haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. Marktbeobachter zeigten sich nach der ersten Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden in ihren Sorgen bestätigt, dass ein hässlicher Schlussspurt im US-Wahlkampf bevorstehe und dass der Amtsinhaber eine Niederlage gegen den Demokraten nicht akzeptieren werde. Zudem dürften Investoren zum Ende des Quartals ihre Portfolios noch nachjustieren.

In Tokio büßte der japanische Leitindex Nikkei-225 ungeachtet guter Wirtschaftsdaten letztlich 1,50 Prozent auf 23.185,12 Punkte ein - für den abgelaufenen September verbuchte er indes ein knappes Plus von 0,2 Prozent. Japans Industrieproduktion kommt nach den schweren Einbrüchen in Folge der Corona-Pandemie langsam wieder auf Touren - sie stieg im August etwas stärker als erwartet.

Der CSI-300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen verlor am Mittwoch 0,25 Prozent auf 4.580,25 Punkte. Der Shanghai Composite fiel um 0,20 Prozent auf 3.218,05 Punkte. Dass die als wichtige Stimmungsindikatoren geltenden Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor im September positiv überraschten und auf eine weitere Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hindeuten, half den Kursen nur wenig. Von Donnerstag an bleiben Chinas Börsen feiertagsbedingt für acht Tage geschlossen.

Hingegen schaffte der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong am Mittwoch ein Plus von 0,99 Prozent auf 23.506,87 Punkte. Die Aktien von Evergrande gewannen in Hongkong knapp 15 Prozent, nachdem das Immobilienunternehmen einen wichtigen Schritt gemacht hatte, um einen Liquiditätsengpass zu vermeiden: Es einigte sich mit einer Gruppe strategischer Investoren auf einen Zahlungsaufschub.

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