Lockdown-Kulturtipp: Theater der Jugend streamt "Wunderkinder"

Eigens produzierter Film als länderübergreifendes Kunstprojekt - Auf den Spuren der Freundschaft zwischen Mozart und Linley

Mit einem länderübergreifenden digitalen Kunstprojekt meldet sich das Wiener Theater der Jugend aus dem Lockdown: Während der durch die aktuellen Corona-Maßnahmen spielfreien Zeit bietet das Haus den eigens produzierten Film "Wunderkinder - Bambini Prodigio" zum Stream an. Die "historische Fantasie" begleitet Mozart auf seiner Reise nach Florenz, wo er auf Thomas Linley trifft.

Der Streifen entstand in Kooperation zwischen dem Theater der Jugend, der Galleria dell'Accademia di Firenze, der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz und dem Staatsorchester Braunschweig. Die vier Institutionen beschlossen laut Aussendung bereits im Frühjahr dieses Jahres, sich im Rahmen eines Onlineprojekts zu vernetzen. Die so entstandene "historisch-filmische Fantasie" soll "der Internationalität von Kunst und Kultur im Lauf der Jahrhunderte" nachspüren.

"Keiner verkörpert die Idee eines europäischen Künstlers so sehr wie Wolfgang Amadeus Mozart, dessen legendäre Reisetätigkeit ihn bereits vor 250 Jahren quer durch Europa führte", heißt es im Pressetext. In Italien, dem damaligen Zentrum der Musikwelt, traf er 1770 als 14-Jähriger auf ein anderes "Wunderkind", den gleichaltrigen Geigenvirtuosen Thomas Linley aus Bath in England. Ort der Handlung ist Florenz, wo die beiden Talente gemeinsam mit dem italienischen Mädchen Zerlina der monumentalen David-Statue des Michelangelo begegnen.

Inhaltlich konzipiert und filmisch umgesetzt wurde das Projekt vom Theater der Jugend, dessen Ensemble in den semidokumentarischen Szenen in deutscher und italienischer Sprache auf der Bühne des Renaissancetheaters agiert. Für den Film spielte das Staatsorchester Braunschweig unter dem Dirigat von Alexis Agrafiotis Kompositionen von Mozart und Linley eigens ein. Das Bildmaterial, das von der Galleria dell'Accademia di Firenze zur Verfügung gestellt wurde, biete "ungewohnte Perspektiven auf die weltberühmte David-Statue sowie tiefe Einblicke in die umfassende Sammlung, die auch Musikinstrumente aus dem 17. und 19. Jahrhundert umfasst". Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz fungierte als Mitinitiator und Knotenpunkt zwischen den Institutionen.

(S E R V I C E- Link zum Film: https://www.tdj.at/n/wunderkinder-bambini-prodigio/ sowie auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=hEX1H2mg-q8)

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