Lokalinhaber protestieren vor Parlament in Rom gegen Corona-Maßnahmen

Aktionen für Wiedereröffnung der Restaurants am Abend gesetzt

Restaurantinhaber aus ganz Italien haben sich am Montag vor der Abgeordnetenkammer in Rom versammelt, um die Wiedereröffnung von Lokale am Abend zu urgieren. Sie forderten auch Stützungsgelder für die von der Pandemie schwer betroffene Gastronomie. "Wir existieren!", war auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen.

"Wenn wir zu Mittag in Sicherheit offen haben können, warum dürfen wir es nicht auch abends tun?", fragten die Demonstranten. Aus Solidarität mit dem Protest nahmen sich die Polizisten, die den Platz vor dem Parlament bewachten, die Helme vom Kopf.

Zu einer ähnlichen Demonstration kam es am Montag auch im Zentrum von Genua. Hier demonstrierten circa 500 Lokalinhaber, um auch abends öffnen zu dürfen. Der Kundgebung schlossen sich Taxifahrer. Inhaber von Sportzentren und Schwimmhallen sowie Kulturschaffende an.

Laut dem Verband der Restaurantinhaber FIPE erwirtschaftete die italienische Gastronomie vor der Coronapandemie einen Jahresumsatz von 21 Mrd. Euro. Zwei Millionen Arbeitnehmer würden wegen der Anti-Covid-19-Maßnahmen um ihren Job bangen, 250.000 Familien seien durch die Maßnahmen gefährdet, warnte der Branchenverband Fipe Confcommercio.

Kulturminister Dario Franceschini drängte inzwischen auf die Wiedereröffnung von Theatern, Opernhäusern und Kinos. Mit dem wissenschaftlichen Komitee, das Italiens Regierung in Sachen Coronavirus berät, sollen einige zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit in Theatern und Kinos besprochen werden. So sollen Personen mit FFP2-Masken Kinos besuchen dürfen. "Kinos und Theater können mit angemessenen Vorkehrungen sicherer als andere Lokale sein, die bereits in Italien offen sind", erklärte Franceschini.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten