Macron zeigt im Konflikt um Berg-Karabach auf Aserbaidschan

Frankreichs Präsident: Äußerungen der Türkei "unüberlegt und gefährlich"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Konflikt um die Region Berg-Karabach einen Waffenstillstand gefordert und gleichzeitig Aserbaidschan in die Verantwortung genommen. Es sei "erwiesen", dass die Schüsse am Sonntag, als der Konflikt wieder aufflammte, aus Aserbaidschan gekommen seien, sagte Macron am Mittwoch bei einem Staatsbesuch in Riga.

Baku macht hingegen armenische Truppen für das Aufflammen der Kämpfe verantwortlich.

Macron sagte weiter, er habe die Möglichkeit gehabt, mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan und dem aserbaidschanischen Präsident Ilham Aliyev zu sprechen.

Man habe von Anfang an auf Ebene der Außenminister in der OSZE-Minsk-Gruppe - Frankreich, Russland und USA - eng zusammengearbeitet, so Macron weiter. Er wolle nun aber auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump sprechen. Die politischen Äußerungen der Türkei habe er zur Kenntnis genommen. Er halte sie aber für unüberlegt und gefährlich. Er habe aber noch keinen Beweis für eine Beteiligung regionaler Mächte wie der Türkei an dem Konflikt, sagte Macron.

Die Kämpfe in der Region dauern seit Sonntag an. Die verfeindeten Nachbarländer haben den Kriegszustand verhängt. Die internationale Gemeinschaft fordert ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zum Verhandlungstisch für eine friedliche Lösung. Russland, Armeniens Schutzmacht, will zwischen den Konfliktparteien vermitteln. Die Türkei hat sich hingegen mit deutlichen Worten hinter ihren Verbündeten Aserbaidschan gestellt.

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