Migration: 34.000 Migranten trafen in Italien 2020 ein

2019 waren es 11.000 gewesen

Im Pandemie-Jahr 2020 ist die Zahl der Migranten, die nach Seefahrten über das Mittelmeer Italien erreicht haben, gegenüber den Vorjahren gestiegen. 34.000 Migranten trafen im vergangenen Jahr in Italien ein, im Vorjahr waren es 11.000 gewesen, 2018 waren es noch 23.000, geht aus Angaben der Stiftung ISMU hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Wegen der Mobilitätsbeschränkungen zur Bekämpfung von Coronavirus-Infektionen ist die Zahl der 2020 in Italien eingereichten Asylanträge von 43.783 im Jahr 2019 auf 28.000 geschrumpft. Die Zahl der neugenehmigten Aufenthaltsgenehmigungen ging ebenfalls zurück: In den ersten sechs Monaten 2020 wurden Nicht-EU-Bürgern rund 43.000 neue Aufenthaltsgenehmigungen erteilt, weniger als die Hälfte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Am stärksten ging die Zahl der erteilten Aufenthaltsgenehmigungen gegenüber dem Vergleichsmonat 2019 im April (Minus 93,4 Prozent) und im Mai (Minus 86,7 Prozent) zurück.

"Trotz der Wiederaufnahme der Landungen zeigt das Migrationsphänomen in Italien Anzeichen einer Phase relativer Stagnation. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich auch nach der Wirtschaftskrise, die die Pandemie mit sich bringt, verstärken", geht aus dem Bericht hervor.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten