Neue Logistik-Plattform im Hafen Triest eingeweiht

Multifunktion-Terminal verfügt über eigenen Bahnanschluss - Verbindungen zu Österreich soll neue Impulse erhalten

Im Hafen Triest ist am Mittwoch eine neue Logistikplattform eingeweiht worden. Das neu erschlossene Areal, das auf Umschlag von Container- und RoRo-Verkehr ausgelegt ist, nimmt im ersten Quartal 2021 den Betrieb auf. Der Terminal verfügt über einen eigenen Bahnanschluss.

Rund 300.000 Container pro Jahr können auf dem Multifunktions-Terminal nahe dem Stadtzentrum der Adriastadt umgeschlagen werden. Beim "Roll on Roll off" (RoRo)-Transport werden Ladungen unter anderem mit einem Lkw auf das Schiff gefahren. Die Fläche der Plattform entspricht der Größe von etwa 40 Fußballfeldern. Zudem besteht die Option, die Terminalkapazität durch angrenzende Flächenerweiterungen deutlich auszubauen.

Die Plattform soll dem Hafen Triests, dem größten Italiens, neue Wachstumsimpulse verleihen, so Vittorio Petrucco, Chef der Baugesellschaft ICOP, die die Plattform gebaut hat. Damit soll der Warenaustausch in Richtung Österreich, Mittel- und Osteuropa stark wachsen. Die strategisch günstige Lage des Adria-Hafens biete im Hinterlandverkehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, sagte Petrucco.

Bei der Verwaltung der neuen Plattform wird künftig der Hamburger Hafenlogistikkonzern HHLA mitmischen. Das börsennotierte Unternehmen übernimmt nach Investitionen in Odessa in der Ukraine und Tallin in Estland mit 50,01 Prozent die Mehrheit am Multifunktions-Terminal in Triest. Ein entsprechender Vertrag wurde am Montag unterzeichnet.

"Die Adria-Region hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Als nördlichster Hafen im Mittelmeer ist Triest das südliche Tor für Zentral- und Osteuropa. Der Terminal eröffnet uns die Möglichkeit, an neuen und sich verändernden Ladungsströmen teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten", sagte HHLA-Chefin Angela Titzrath.

Der Chef der Triester Hafenbehörde, Zeno D ́Agostino, sprach von einem historischen Tag für die ehemalige habsburgische Hafenstadt. "In Triest blickt man in die Zukunft. Die Stadt baut auf sein österreichisches Erbe und bleibt ihrer starken grenzüberschreitenden und internationalen Berufung treu, die auf menschliche und kulturelle Beziehungen zu den Nachbarländern basiert", sagte D Agostino bei der Einweihung der Plattform. Österreichische, ungarische und deutsche Investoren seien stark an der Entwicklung des Hafens Triest interessiert.

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