Osteuropas Börsen schließen einheitlich tiefer

Negative internationale Anlegerstimmung - Moskau klar im Minus - EU bringt wegen Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny neue Russland-Sanktionen auf den Weg

Die Leitbörsen in Mittel- und Osteuropa haben am Montag einheitlich negative Vorzeichen hinnehmen müssen. Marktbeobachter verwiesen auf eine gebremste internationale Anlegerstimmung.

An der Prager Börse schloss der Leitindex PX mit einem Minus von 1,11 Prozent bei 1.042,64 Punkten. Verkaufsdruck gab es bei der Komercni Banka mit einem Kursverlust in Höhe von 1,8 Prozent zu sehen. Die Aktionäre der österreichischen Erste Group mussten ein Minus von 1,3 Prozent verbuchen. Beim Branchenkollegen Moneta Money Bank legten die Titel hingegen um 0,8 Prozent zu.

Der ungarische BUX-Index gab zum Wochenauftakt um 1,39 Prozent auf 43.457,15 Punkte nach. Unter den Schwergewichten absolvierten die Aktien von MOL und MTelekom mit Abschlägen von jeweils etwa 2,2 Prozent die auffälligsten Kursveränderungen. Die Papiere der OTP Bank gaben um 1,7 Prozent nach.

In Warschau schloss der polnische Leitindex WIG-20 mit einem Abschlag von 1,19 Prozent bei 1.961,62 Punkten. Der breiter gefasste WIG ermäßigte sich um 0,95 Prozent auf 58.157,32 Punkte. Umsatzstärkster Wert war in Polen am Berichtstag KGHM. Die Papiere des Kupferunternehmens steigerten sich um 1,4 Prozent. Bei ebenfalls hohen Handelsumsätzen gaben die Titel des Computerspieleherstellers CD Projekt um 2,8 Prozent nach. Die Anteilsscheine der PKO Bank verbilligten sich um ein Prozent.

Kursverluste gab es auch in Moskau zu beobachten. Der russische RTS-Index gab um 0,72 Prozent auf 1.455,33 Punkte ab. Die EU bringt wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny neue Russland-Sanktionen auf den Weg. Die Außenminister der EU-Staaten einigten sich am Montag bei einem Treffen in Brüssel darauf, mit den notwendigen Vorbereitungen für die Strafmaßnahmen zu beginnen, wie mehrere Diplomaten bestätigten.

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