Pekabe-Verband befürchtet massive Pensionskassen-Kürzungen 2021

Nach den starken Einschnitten von 2019 - Heuer schlechtes Veranlagungsjahr - Kasse warnte in Schreiben vorsorglich vor drohenden 4,5 bis 7,5 Prozent Kürzung

Massive Kürzungen der Leistungen bei betrieblichen Zusatzpensionen befürchtet der "Schutzverband der Pensionskassenberechtigten" (Pekabe). Am Montag verwies der Verband auf ein Schreiben einer Pensionskasse (Valida), in dem für 2021 auf mögliche Kürzungen zwischen 4,5 und 7,5 Prozent hingewiesen wurde. Grund wäre das schlechte Veranlagungsjahr 2020 - im Halbjahr war die Performance der Kassen mit 4,6 Prozent negativ, per Ende September noch mit knapp 2,8 Prozent im Minus.

Seit vergangenem Jahr sind die Pensionskassen verpflichtet, ihre Leistungsberechtigten im Falle einer möglichen Kürzung der Zusatzpension spätestens drei Monate vorher zu informieren - das war der Grund für das Schreiben, wie es seitens der betreffenden Kasse zur APA hieß. Das Schreiben sei nicht an alle Berechtigten gegangen, sondern gezielt an jene, bei denen Kürzungen wahrscheinlich seien.

Für 2019 hatte es zuletzt stärkere Einschnitte bei den Zusatzpensionen gegeben, nachdem der Veranlagungsertrag der Pensionskassen im Jahr 2018 im Schnitt bei Minus 5,2 Prozent gelegen war. Im Sommer des Jahres 2019 hatte der pekabe in einem Pressegespräch erklärt, dass es von den damals 105.000 Zusatzpensionsbeziehern bei 60.000 Personen eine Kürzung von im Schnitt 6,4 Prozent gegeben habe. Heuer gab es keine Abstriche, nachdem die Branche im guten Veranlagungsjahr 2019 eine durchschnittliche Performance von plus 11,8 Prozent erzielte.

Die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten aller Pensionskassen lag zuletzt bei 985.000. Ende vorigen Jahres waren es 979.637 gewesen, davon bezogen 11,4 Prozent (111.407 Personen) bereits eine Pensionsleistung. Die heimischen Pensionskassen haben Ende 2019 ein Vermögen von 24,3 Mrd. Euro verwaltet.

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