Positive Reaktionen auf Sonderbeauftragten für humanitäre Hilfe

Landau: "Ausgewiesener Fachmann"

Die Nominierung des langjährigen Caritas-Auslandschefs Christoph Schweifer zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für humanitäre Hilfe hat positive Reaktionen ausgelöst. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sprach ich einem Tweet am Dienstag davon, dass Schweifer mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem Einsatz "genau der Richtige für diese Aufgabe" sei. Caritas-Präsident Michael Landau betonte, dass die Bundesregierung mit Schweifer einen ausgewiesenen Fachmann gewinne.

Bezug nehmend auf die im Regierungsprogramm vorgesehene gesamtstaatliche Strategie für die humanitäre Hilfe betonte Landau in einer Aussendung: "Die Planbarkeit für die humanitäre Hilfe ist unerlässlich, vor allem für die Regionen die mit lang anhaltenden Krisen zu kämpfen haben. Mein besonderer Dank gilt der Bundesregierung, die mit der Bestellung Schweifers die Ernsthaftigkeit ihres Vorhabens deutlich macht und einen wichtigen ersten Schritt zur Umsetzung dieser Strategie gesetzt hat."

Auch die frühere Caritas-Mitarbeiterin und nunmehrige Pressesprecherin von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zeigte sich erfreut. Margit Draxl twitterte: "Große Freude! Der Richtige für den wichtigen Job!" Rupert Roniger, Geschäftsführer von Licht für die Welt International, sprach von einer "guten Entscheidung". Und Jutta Lang vom Verein fairness-asyl forderte: "Wann holt er die Menschen aus #Moria?"

In der türkis-grünen Koalition lehnt die ÖVP die Aufnahme Geflüchteter aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos strikt ab. Stattdessen wurden Hilfe für Griechenland in Form von Zelten, Decken und Hygienepaketen sowie eine Erhöhung des Auslandskatastrophenfonds (AKF) beschlossen.

Christoph Schweifer, geboren am 24. Dezember 1964, stammt aus dem Burgenland. Er war ab 1994 Direktor von Caritas Burgenland und von 2005 bis 2019 Generalsekretär für internationale Zusammenarbeit bei der Caritas Österreich.

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