Prozess gegen Beamte des Heeresabwehramtes geht am 22. Jänner weiter

Verhandlung wegen Amtsmissbrauchs im Grazer Straflandesgericht - neue Zeugen geladen

Im Grazer Straflandesgericht wird am 22. Jänner der Prozess gegen zwei Beamte des Heeresabwehramts wegen Amtsmissbrauchs fortgesetzt. Den beiden wurde vorgeworfen, 2016 vom Anschlag auf eine Grazer Moschee mit Schweinskopf und Schweineblut gewusst, ihre Informationen aber nicht weitergegeben zu haben. Laut eigenen Angaben waren die Beschuldigten dazu aber gar nicht berechtigt. Nun sollen weitere Zeugen gehört werden.

Der Prozess begann Ende November und wurde vertagt, weil die Verteidiger noch weitere Zeugen beantragt hatten. Zuvor waren die Angeklagten ausführlich zu den Vorgängen am Abend der Tat befragt worden. Sie hatten von einem Informanten einen Hinweis bekommen, dass bei der Moschee etwas geplant sei und griffen dann selbst ein. Im Prozess ging es über weite Strecken darum, ob dieses selbstständige Handeln regelkonform war oder nicht. Während die beiden Beschuldigten die Meinung vertraten, sie wären gar nicht berechtigt gewesen, ihre Informationen ohne ausdrückliche Erlaubnis weiterzugeben, waren ihre Vorgesetzten teilweise anderer Meinung.

Die Verhandlung wird mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt, möglicherweise ist die Öffentlichkeit dabei wieder ausgeschlossen.

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