Puma plant für 2021 wegen Coronalockdowns vorsichtig

Gewinn im Vorjahr gesunken - Sportartikelhändler geht trotz erwarteter Erholung im zweiten Halbjahr nur von einem moderaten Umsatzwachstum aus.

Der deutsche Sportartikelhersteller Puma plant nach einem Gewinneinbruch angesichts geschlossener Geschäfte in Europa auch für das laufende Jahr vorsichtig. Der Umsatz sank wegen der Coronapandemie im vergangenen Jahr währungsbereinigt um gut 1 Prozent auf 5,23 Milliarden Euro, wie die weltweite Nummer drei am Mittwoch mitteilte. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) halbierte sich auf 209 (2019: 440) Millionen Euro. "

2020 war definitiv das schwierigste Jahr, das ich jemals erlebt habe", sagte Vorstandschef Björn Gulden. Puma will eine Dividende von 16 Cent je Aktie zahlen. Für 2019 hatte der Konzern eigentlich 50 Cent geplant, musste wegen eines staatlichen Coronahilfskredits aber darauf verzichten.

"Die Pandemie ist leider immer noch präsent und wirkt sich negativ auf unser Geschäft aus", sagte Gulden. Das werde bis weit ins zweite Quartal hinein so bleiben. Derzeit seien noch 50 Prozent der Einzelhändler in Europa geschlossen, die Puma-Schuhe und -Sportbekleidung verkaufen. Puma gehe trotz einer erwarteten Erholung im zweiten Halbjahr daher nur von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Das Ebit und der Nettogewinn, der 2020 um 70 Prozent eingebrochen war, sollen aber wieder deutlich steigen.

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Im vierten Quartal 2020 traf Puma weitgehend die Schätzungen der Analysten. Der Umsatz legte trotz beginnender Lockdowns in vielen Ländern wechselkursbereinigt um neun Prozent auf 1,52 Mrd. Euro zu, das Ebit verbesserte sich um 15 Prozent auf 63 Mio. Euro.

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