Rohstoffe (10.45) - Brent-Ölpreis legt um 0,9 Prozent zu

Commerzbank-Experten gehen aber von baldiger Korrektur aus - Goldpreis verliert am Dienstag

Die Ölpreise haben am Dienstagvormittag weiter zugelegt. Gegen 11.30 Uhr kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 65,83 Dollar. Gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag ist das ein Zuwachs von 0,90 Prozent. Bei der US-Sorte West Texas Intermediate kostete das Barrel zuletzt mit 62,16 US-Dollar um 0,89 Prozent mehr.

Der starke Kälteeinbruch vor allem im US-Bundesstaat Texas hatte die Produktion rund eines Viertels der US-Ölproduktion lahmgelegt. Bisher konnte davon erst die Hälfte wieder aufgenommen werden, schreiben die Rohstoffexperten der Commerzbank. "Doch vor allem dürfte die anhaltend positive Stimmung der Anleger im Hinblick auf die guten Konjunkturprognosen und die sehr optimistischen Ölpreisprognosen seitens führender US-Broker zum jüngsten Preisanstieg beigetragen haben", so der Commerzbank-Analyt Eugen Weinberg.

Trotzdem geht der Rohstoff-Experte von einer baldigen Preiskorrektur aus. Mit steigende Preise könne auch die Förderdisziplin unter den OPEC+ Staaten bröckeln. Zudem könnten die Preise bei einer Entspannung der US-Iran-Beziehungen unter Druck geraten. Dies scheinen auch die Anleger so zu sehen: Bei Terminkontrakten gibt es ein starkes Preisgefälle, je weiter in der Zukunft das Fälligkeitsdatum liegt.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Montag gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat in Wien am Dienstag mitteilte, wurde der Preis mit 62,00 US-Dollar pro Barrel festgelegt. Zuvor lag der Preis am Freitag bei 61,30 Dollar. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis verlor am Dienstag im frühen Handel wieder etwas an Wert. Gegen 11.30 Uhr wurde die Feinunze (31,10 Gramm) in London um 1.806,58 US-Dollar gehandelt. Gegenüber dem Schlusskurs vom Montag ist das ein Minus von 0,21 Prozent.

Zuerst hatte das Gold in der Früh etwas an Wert zugelegt. Der steigende US-Dollar dürfte das Edelmetall dann aber wieder fallengelassen haben. Da es international in der US-Währung gehandelt wird, verteuert ein starker Greenback das Gold für Anleger außerhalb der USA.

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