Rohstoffe (16.40) - Ölpreise mit leichten Zugewinnen

Goldpreis knapp behauptet

Die Ölpreise haben am Dienstagnachmittag etwas zugelegt. Gegen 16.40 Uhr kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 65,26 Dollar. Gegenüber dem Schlusskurs vom Montag ist das ein leichter Zuwachs von 0,03 Prozent. Bei der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete das Barrel zuletzt mit 61,85 US-Dollar um 0,39 Prozent mehr.

Im Lauf des Tages gaben die Preise zuerst etwas nach, um sich ab 16.00 Uhr parallel zu den Aktienmärkten wieder etwas zu erholen. Vor dem US-Kongress hatte der US-Notenbankchef Powell angedeutet, dass die Wirtschaft wohl noch eine Zeit lang Unterstützung brauche. Eine Abkehr von der derzeit sehr lockeren Geldpolitik ist damit unwahrscheinlich.

Der Ölpreis hat in den vergangenen Tagen deutlich angezogen. Der starke Kälteeinbruch vor allem im US-Bundesstaat Texas hatte die Produktion rund eines Viertels der US-Ölproduktion lahmgelegt. Bisher konnte davon erst die Hälfte wieder aufgenommen werden, schreiben die Rohstoffexperten der Commerzbank. "Doch vor allem dürfte die anhaltend positive Stimmung der Anleger im Hinblick auf die guten Konjunkturprognosen und die sehr optimistischen Ölpreisprognosen seitens führender US-Broker zum jüngsten Preisanstieg beigetragen haben", so der Commerzbank-Analyt Eugen Weinberg.

Trotzdem geht der Rohstoff-Experte von einer baldigen Preiskorrektur aus. Mit steigenden Preisen könne auch die Förderdisziplin unter den OPEC+ Staaten bröckeln. Zudem könnten die Preise bei einer Entspannung der US-Iran-Beziehungen unter Druck geraten. Dies scheinen auch die Anleger so zu sehen: Bei Terminkontrakten gibt es ein starkes Preisgefälle, je weiter in der Zukunft das Fälligkeitsdatum liegt.

Der Goldpreis verlor am Dienstag wieder etwas an Wert. Gegen 16.40 Uhr wurde die Feinunze (31,10 Gramm) in London um 1.807,28 US-Dollar gehandelt. Gegenüber dem Schlusskurs vom Montag ist das ein Minus von 0,17 Prozent.

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