Rohstoffe (Nachmittag) - Ölpreise im Verlauf mit Abschlägen

Goldpreis etwas höher

Die Ölpreise haben am Dienstag im späten europäischen Handel klar schwächer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 16.30 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 39,83 Dollar und damit um 1,8 Prozent weniger als am Montag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 41,83 Dollar gehandelt, um 1,4 Prozent tiefer als zuletzt.

Nach verhaltenem Verlauf drehten die Ölpreise am Nachmittag deutlicher ins Minus. Auch die internationalen Aktienmärkte kamen nach dem starken Wochenbeginn heute etwas zurück. Händler erklärten die Preisabschläge auch mit einer Gegenbewegung auf die Aufschläge vom Montag. Einige Investoren hätten Gewinne mitgenommen, hieß es. Beim Blick in die Zukunft überwog am Markt zuletzt der Pessimismus: Es werde bis 2022 dauern, bis sich der Markt vollends von den Auswirkungen der Coronakrise erholt habe.

Rückenwind für die Ölnotierungen gaben laut Meinung der Commerzbank-Analysten zuletzt die Hoffnungen auf ein neues Konjunkturstimulierungsprogramm in den USA, wodurch sich die Nachfrageperspektiven aufhellen würden. Zudem tragen diese Hoffnungen unmittelbar zu einer besseren Marktstimmung bei, was sich in gestiegenen Aktienmärkten widerspiegelte. Auch davon profitierten die Ölpreise. Das Aufwärtspotenzial wird allerdings durch steigende Corona-Neuinfektionszahlen in den USA und in Europa begrenzt, hieß es weiter.

Der Goldpreis in London lag am Nachmittag bei 1.888,14 Dollar und damit leicht höher gegenüber dem Schlusskurs von Montag von 1.882,51 Dollar. Der Goldpreis stieg bereits in der Nacht bis auf 1.890 USD je Feinunze, womit er vom gestrigen Tief rund 40 USD zulegen konnte. Ein wichtiger Umstand dürfte dabei der etwas schwächere US-Dollar gewesen sein, da die Korrelation zwischen Gold und Dollar zuletzt sehr ausgeprägt war, hieß es dazu von den Commerzbank-Experten. Zudem scheint im US-Kongress Bewegung in die festgefahrene Debatte um ein weiteres billionenschweres Corona-Stimulierungspaket zu kommen.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten