Schweizer Immo-Firma Epic sagt Börsengang vorerst ab

Wegen ungünstigen Marktumfelds

Das Schweizer Immobilienunternehmen verschiebt den Gang an die Börse wegen den aktuellen Marktbedingungen. Es will das Umfeld jedoch weiter beobachten und Möglichkeiten für ein künftiges IPO prüfen. Epic habe die Verschiebung gemeinsam mit der Koordinatorin des Börsengangs UBS beschlossen, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Börsengang war eigentlich für diesen Donnerstag vorgesehen gewesen.

Zuletzt hatte sich an der Schweizer Börse vermehrt Unsicherheit breitgemacht. Dies unter anderem wegen den steigenden Coronainfektionen in vielen Ländern sowie den im November anstehenden US-Wahlen. Dieses Jahr war bisher denkbar ungünstig für Börsenkandidaten.

Epic wäre in diesem Jahr das erste Unternehmen mit dem Gang an die Schweizer Börse über eine Aktienplatzierung gewesen. Ursprünglich waren laut Marktbeobachtern einige Kandidaten in den Startlöchern gestanden, doch hatte die Coronakrise etwaigen Börsenplänen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Die durch die Pandemie ausgelösten Unsicherheiten erschwerten eine Aktienplatzierung. Kommt es zu starken Schwankungen, wird es schwierig, eine sinnvolle Preisspanne festzulegen. Dabei kam die Krise für Börsenkandidaten genau zur Unzeit: Normalerweise öffnet sich von April bis Anfang Mai ein wichtiges Zeitfenster. Aufgrund der US-Wahlen droht sich nun auch das Fenster im Herbst zu schließen.

In der Schweiz schafften es bisher 2020 einzig sogenannte Spin-Offs über die Ziellinie. Bei einem Spin-Off spalten bereits börsenkotierte Unternehmen einen Teil ab. Der Mischkonzern Metall Zug hat über diesen Weg seine Haushaltgerätesparte V-Zug an die Börse gebracht, der Baukonzern Implenia einen Teil des Entwicklungsportfolios als Ina Invest. Voriges Jahr gab es sieben Börsengänge, davon vier über Aktienplatzierungen.

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