Tennis: Andy Murray sieht immer noch Lücke zu "big three"

"Die Jungen haben nicht gezeigt, dass sie besonders nahe dran sind"

Andy Murray hat sich nicht überrascht gezeigt, dass Novak Djokovic schon seine neunten Australian Open gewonnen hat. Aus Sicht des dreifachen Grand-Slam- und zweifachen Olympiasiegers im Einzel haben die Nachfolge-Generationen die Lücke zu den "big three", Roger Federer, Rafael Nadal und Djokovic, noch nicht geschlossen. Djokovic hat am Sonntag mit dem glatten Dreisatz-Sieg über Daniil Medwedew seinen 18. Major-Titel gewonnen.

15 der vergangenen 16 Grand-Slam-Turniere sind von den "big three" gewonnen worden, lediglich Dominic Thiem machte bei den US Open die Ausnahme. Allerdings fehlten dort Nadal wegen Covid-Bedenken, Federer wegen einer Verletzung und Djokovic war vorzeitig disqualifiziert worden.

"Ich habe erwartet, dass das Finale enger wird, aber ich habe auch gewusst, wie gut Novak dort spielt", erklärte der 33-jährige Murray. "Es fühlt sich ganz anders an, wenn man in einem Grand-Slam-Finale serviert oder auf den Return wartet, als in einem Viertel- oder Semi-Finale, wenn du gegen einen spielst, der 17 dieser Majors gewonnen hat", so Murray. "Das ist ziemlich einschüchternd und die Jüngeren haben nicht gezeigt, dass sie besonders nahe dran sind."

Er selbst hatte bei den Australian Open spielen wollen. Nach einem positiven Coronatest war keine für ihn "funktionierende" Quarantäne möglich gewesen, worauf er nicht nach Melbourne geflogen ist. Er war darüber so enttäuscht, dass er das Turnier kaum verfolgt hat. "Ich bin allen Tennisspielern, denen ich in den sozialen Netzwerken folge, nicht mehr gefolgt, weil ich es wirklich nicht sehen wollte", verriet Murray. Der Schotte kehrt diese Woche, erstmals seit Oktober, in Montpellier auf die ATP Tour zurück.

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