Tennis: Haas nach Paris-Erstrunden-Aus "sehr enttäuscht"

Dennoch hat sich die Oberösterreicherin mit US Open und French Open finanziell abgesichert - "Während dem Lockdown war ich schon sehr verzweifelt"

Auch im zweiten Major-Hauptbewerb en suite ist es für Barbara Haas nichts geworden mit dem ersten Sieg auf Grand-Slam-Level. Die 24-jährige Oberösterreicherin unterlag am Montag in der ersten French-Open-Runde der Taiwanesin Hsieh Su-wei nach 1:34 Stunden mit 3:6,6:7(1). Fast hätte die Qualifikantin das Match noch gedreht, aber es sollte nicht sein.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass es heute nicht geklappt hat. Meine Gegnerin hat ein sehr unangenehmes Spiel gehabt und die Bedingungen sind definitiv ihr viel mehr entgegengekommen als mir", erklärte Haas in ihrer Pressekonferenz. Erst im Finish des zweiten Satzes hätte sie die richtige Taktik gefunden. "Ich habe in den wichtigen Momenten einfach ein bisserl zu viel gemacht bzw. auch leichte Fehler, das hat mir leider das Spiel gekostet."

Eine hartnäckige Handgelenksverletzung während des Lockdowns hatte sie eigentlich schon an ein vorzeitiges Saison-Ende denken lassen. "Da hatte ich den Hut schon weggeschmissen. Dann habe ich das Glück gehabt, dass ich in New York reingerutscht bin." Nach Paris war sie mit wenigen Hoffnungen zur Qualifikation angereist. "Ich habe geglaubt, dass ich nicht die erste Runde gewinne, deswegen muss ich happy sein, dass ich mich qualifiziert habe."

Aber 61.000 US-Dollar (rund 52.500 Euro) und nun 60.000 Euro für das jeweilige Erstrunden-Aus bei den US und den French Open haben sie zumindest finanziell in einer durch die Coronavirus-Pandemie stark verkürzten Saison abgesichert. "Während dem Lockdown war ich schon sehr verzweifelt und habe mir schon ernsthafte Gedanken gemacht wie es jetzt weitergeht. Ich werde das natürlich alles in meine Karriere investieren, ich brauche eh jeden Cent."

Der Saisonrest wird für sie maximal noch ein Antreten in Linz bringen, auch mangels guter Alternativen im Turnierplan. Davor will sie noch ein MRI zum Abchecken ihres Handgelenks machen und danach möchte sich Haas so gut wie möglich auf 2021 vorbereiten. "Meine Priorität ist, dass ich zu 100 Prozent in die nächste Saison gehen kann, mit einem topfitten Handgelenk."

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