Tödlicher Faustschlag an Linzer Bim-Station: 16-Jähriger vor Gericht

Wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang angeklagt - Jugendlicher will sich bedroht gefühlt haben

Ein 16-Jähriger, der Anfang Juni an der Straßenbahnhaltestelle am Linzer Hauptplatz einem 38-Jährigen einen tödlichen Faustschlag versetzt hat, muss sich am 15. Jänner vor dem Landesgericht Linz verantworten. Ihm wird Körperverletzung mit tödlichem Ausgang zur Last gelegt. Der Bursch, der auf freiem Fuß ist, sagt, er habe sich von dem aggressiven Mann bedroht gefühlt und aus Angst zugeschlagen. Das Opfer starb allerdings nach einer Woche im Spital.

Der Jugendliche hatte den 38-Jährigen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung mit einem Faustschlag niedergestreckt, bevor er in eine Straßenbahn einstieg und wegfuhr. Das Opfer fiel rückwärts hin, prallte dabei mit dem Kopf am Boden auf und verlor das Bewusstsein. Einige Tage später erlag der Mann im Kepler Uniklinikum seinen Kopfverletzungen. Der mutmaßliche Täter wurde aufgrund einer Zeugenaussage und der Videoüberwachung ausgeforscht und gab die Tat auch zu.

Der Jugendliche aus dem Bezirk Linz-Land will sich allerdings von dem Mann bedroht gefühlt haben. Laut seinen Angaben habe sich der Mühlviertler zuvor schon bei einem Lokal an der Donaulände aggressiv und beleidigend verhalten. Als die beiden einander wenig später an der Bim-Station erneut begegneten, sei der 38-Jährige mit geballten Fäusten und in aggressiver Haltung auf ihn zugekommen und er habe sich gefürchtet, verteidigt sich der 16-Jährige. Es kam zu dem Faustschlag mit fatalen Folgen.

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