U-Ausschuss - Schlüsselfigur rund um Ibiza-Video soll aussagen

Wiener Anwalt wird verdächtigt, Aufnahmen vorbereitet und danach Parteien angeboten zu haben - Korruptionsstaatsanwältin als weitere Auskunftsperson

Der parlamentarische Ibiza-Untersuchungsausschuss startet am Mittwoch mit der Befragung einer der Schlüsselfiguren in der Causa: Jener Wiener Anwalt, der in die Vorbereitung der Aktion involviert gewesen und das brisante Material vor der Veröffentlichung mehreren Parteivertretern angeboten haben soll. Da der Mann selbst von der Staatsanwaltschaft als Verdächtiger geführt wird, dürfte er jedoch von seinem Entschlagungsrecht Gebrauch machen.

Bereits in den vergangenen Sitzungen hatten ehemalige Berater der SPÖ geschildert, wie ihnen der Wiener Anwalt - ein mutmaßlicher Komplize des in Deutschland festgenommenen Ibiza-Drahtziehers Julian H. - erfolglos das Ibiza-Video im Zuge des Nationalratswahlkampfes 2017 schmackhaft habe machen wollen. Weiters am Mittwoch geladen sind die ehemalige Korruptionsstaatsanwältin Christine Jilek und eine Beamtin des Finanzministeriums.

Tags darauf, am Donnerstag, sind wieder Auskunftspersonen am Wort, die dem SPÖ-Umfeld zugeordnet werden. Darunter auch der Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Christian Kern, der sich in der Parteiorganisation "Sektion ohne Namen" engagiert hat.

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