Umweltstiftung soll Bau von Gaspipeline Nord Stream 2 sicherstellen

Um Sanktionen der USA zu umgehen

In Norddeutschland hat der Landtag in Schwerin den Weg frei gemacht für die Gründung einer landeseigenen Umwelt-Stiftung, die auch die Fertigstellung der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 unterstützen soll. Das Parlament in Mecklenburg-Vorpommern stimmte auf einer Sondersitzung am Donnerstag mit großer Mehrheit einem entsprechenden Antrag der Landesregierung zu.

Die gemeinwohlorientierte Stiftung soll Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz fördern, aber auch gewerblich aktiv werden können. So ist geplant, durch die Stiftung Bauteile und Maschinen zu kaufen, die für die Fertigstellung der Gasleitung unerlässlich sind. Damit sollen angedrohte Sanktionen der USA gegen am Bau der Leitung beteiligte Firmen möglichst umgangen werden.

Der Bau der etwa 11 Mrd. Euro teuren Pipeline war Ende 2019 kurz vor der Fertigstellung unterbrochen worden, nachdem sich europäische Firmen dem Druck der USA gebeugt und Rohrverlegeschiffe aus der Ostsee abgezogen hatten. Umweltverbände hatten die Stiftungsgründung kritisiert.

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