UNO: Notlage in Syrien verschärft - 20 Prozent mehr Bedürftige

Zwei Millionen Menschen in extremer Armut

Durch die Corona-Pandemie und die verheerenden wirtschaftlichen Folgen hat sich die Notlage der Menschen in Syrien nach einer UNO-Analyse markant verschärft. 20 Prozent mehr Menschen seien auf Hilfe angewiesen, berichtete das UNO-Nothilfebüro (OCHA) am Dienstag. Insgesamt brauchten jetzt 13,4 Millionen Menschen Unterstützung und Schutz, so viele wie zuletzt 2016 und 2017.

Treiber der Entwicklung seien der Verfall der syrischen Währung, die im vergangenen Jahr 78 Prozent an Wert verlor, und die damit verbundenen Preiserhöhungen. Viele Familien könnten sich keine ärztliche Versorgung und Medikamente, kein sauberes Essen und keinen Schulbesuch für ihre Kinder mehr leisten. Zwei Millionen Syrer lebten sogar in extremer Armut. Für die Unterstützung seien in diesem Jahr 4,2 Milliarden Dollar (3,46 Mrd. Euro) nötig.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten