US-Börsen bauen Kursgewinne im Verlauf aus - Dow Jones +1,7 Prozent

Gute Daten vom Arbeitsmarkt stützen - Nur zwei Verlierer im Dow

Die US-Börsen haben am Mittwoch ihre Kursgewinne aus dem Frühhandel im Tagesverlauf ausgebaut und zuletzt deutlich fester tendiert.

Der Dow Jones stieg gegen 19.00 Uhr um 1,73 Prozent auf 27.927,50 Punkte. Der marktbreite S&P-500 legte 1,35 Prozent auf 3.380,40 Einheiten zu. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es zuletzt um 1,31 Prozent nach oben auf 11.230,01 Zähler.

Unterstützend wirkten Daten vom Arbeitsmarkt. Die im September anziehende Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft stimmte die Anleger optimistisch für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Dazu fiel der Wirtschaftseinbruch in den USA im zweiten Quartal etwas weniger drastisch aus als bisher bekannt und das Geschäftsklima in der Region Chicago fiel besser als erwartet.

Die erbitterte Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden beeinflusste das Marktgeschehen dagegen kaum. Laut dem Marktbeobachter Michael Hewson von CMC Markets UK hat sie lediglich das Glaubwürdigkeitsdefizit in der amerikanischen Politik unterstrichen.

Im Dow Jones gab es mit Nike (minus 0,38 Prozent) und Walt Disney (minus 0,53 Prozent) lediglich zwei Kursverlierer. Der Medienkonzern verschreckte die Marktteilnehmer mit der Nachricht, wegen der Auswirkungen der Coronakrise rund 28.000 Mitarbeiter abbauen zu wollen.

Dagegen zogen die Boeing-Aktien um mehr als zweieinhalb Prozent an. Im jahrelangen Streit um Subventionen für den US-Flugzeugbauer könnte es bald Gewissheit geben, welche Strafzölle die EU erheben darf. Kreisen zufolge haben die Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) ihre Entscheidung gefällt, wenn auch noch nicht öffentlich gemacht. Nach Bloomberg-Informationen sollen sie eine Summe von vier Milliarden US-Dollar nennen.

Schwer unter Druck im starken Umfeld gerieten die Micron-Aktien, die im Verlauf mehr als sechs Prozent im Minus lagen. Der Chipherstellers hatte im Zuge seines Quartalsberichts eine Kürzung der Investitionen und ein Stoppen der Lieferungen an den chinesischen Technologiekonzern Huawei bekanntgegeben.

Bei den Nebenwerten zeigten sich die Aktien des umstrittenen E-Mobilitätsunternehmens Nikola wieder einmal äußerst volatil. Sie zogen zwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent an und lagen zuletzt noch gut 11,5 Prozent im Plus. Vor eineinhalb Wochen war der Chef des Unternehmens aufgrund von Betrugsvorwürfen zurückgetreten. Die Aktie war in weiterer Folge massiv unter Druck geraten.

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