US-Börsen im Verlauf fester, Dow Jones plus 1,83 Prozent

Erholung an der Wall Street vom Freitag geht weiter

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Montag im Verlauf fester tendiert. Die Erholungsbewegung an der Wall Street vom Freitag geht zum Wochenauftakt weiter. Gegen 19.10 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Zuwachs von 497,41 Zählern oder 1,83 Prozent bei 27.671,37 Punkten. Der Dow hatte zuvor vier Verlustwochen in Folge absolviert. Der S&P-500 Index lag 1,58 Prozent im Plus bei 3.350,67 Zähler. Der Nasdaq Composite Index steigerte sich um 1,29 Prozent auf 11.054,38 Einheiten.

"Die Bullen melden sich zurück", titelten die Experten der US-Bank Citigroup in einem Tageskommentar. Seit dem Zwischentief der Vorwoche bei 26.537 Punkten hat der Dow nun schon wieder mehr als 1.100 Punkte an Boden gut gemacht. Laut Chris Hussey positionieren sich die Anleger optimistischer, bevor die Karten in den kommenden Tagen mit wichtigen Wirtschaftsdaten neu gemischt werden. Dem Goldman-Sachs-Analysten zufolge scheint ihnen auch die neue Welle der Coronavirus-Infektionen nun wieder weniger Sorgen zu bereiten.

Im Dow gibt es nur Kursgewinner zu sehen. Die Aktien von Boeing blieben wie schon am Freitag an der Dow-Spitze, nun rückten sie nochmals um 7,2 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte September vor. Hier steigt weiter die Hoffnung, dass der Krisenflieger 737 Max bald wieder abheben darf. Am Mittwoch will der Chef der US-Luftfahrtaufsicht FAA, Steve Dickson, selbst einen Testflug durchführen. Der sogenannte "Administrator's Flight" gilt als eine der letzten Hürden mit großer symbolischer Bedeutung.

Beim Fahrdienstvermittler Uber konnten sich die Anteilseigner über einen Kursanstieg um 3,5 Prozent freuen. Das Unternehmen darf einem Gerichtsurteil zufolge in London weiter seine Dienste anbieten. Der Westminster Magistrates' Court entschied gegen den Entzug der Lizenz in der britischen Hauptstadt. "Das ist ein wichtiger Sieg für Uber", betonte Analyst Neil Wilson von Markets.com.

Im Nebenwertebereich standen zu Wochenbeginn einige Fusionen und Übernahmen im Fokus. Die Aktien des Bergbaukonzerns Cleveland-Cliffs trieb es um 13 Prozent nach oben, dass dieser die US-Aktivitäten des Stahlproduzenten ArcelorMittal kaufen will. Inklusive der Übernahme von Pensionsverpflichtungen und anderen Posten liege der Wert der US-Tochter bei rund 3,3 Milliarden Dollar, hieß es.

Zudem übernimmt WPX Energy in einer anderen milliardenschweren Transaktion den Konkurrenten Devon Energy, was die Aktien von WPX um 16,7 und jene von Devon um zwölf Prozent ansteigen ließ. Durch einen Aktientausch wird WPX am Ende mehr als die Hälfte an dem fusionierten Konzern halten, welcher einer der größten Schieferölproduzenten in den USA sein wird. Ein Analyst nannte die Transaktion strategisch sinnvoll.

Die Papiere von Caesars Entertainment reagierten mit einem Anstieg um 3,1 Prozent darauf, dass der US-Glücksspielkonzern für 2,9 Milliarden Pfund oder 272 Pence je Aktie den britischen Joint-Venture-Partner William Hill übernehmen will. Am Freitag war bereits über ein anderes Gebot des Investors Apollo spekuliert worden, was die William-Hill-Aktien über diesen Preis nach oben getrieben hatte.

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