US-Börsen (Schluss) 2 - Technologiewerte unter Verkaufsdruck

Nasdaq Composite büßt 2,5 Prozent ein

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Montag überwiegend tiefer geschlossen. Vor allem im Technologiebereich ging es deutlich abwärts. Hier belastete die Furcht vor zu hohen Bewertungen wachstumsstarker Technologie-Aktien. Der Dow Jones legte gegen den allgemeinen Trend um 27,37 Einheiten oder 0,09 Prozent auf 31.521,69 Zähler zu, nachdem er im Verlauf ein neues Rekordhoch markiert hatten.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index fiel um 0,77 Prozent auf 3.876,50 Zähler und verbuchte damit bereits seinen 5. Verlusttag in Folge. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index rutschte starke 2,46 Prozent auf 13.533,05 Zähler ab.

Bei plötzlich anziehenden Inflationserwartungen und steigender Zinsen flüchteten Anleger aus jenen Aktien, die am besten gelaufen seien, begründete Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die Welle der Gewinnmitnahmen im Technologiesektor.

Im Dow gewannen Chevron unter den besten Werten 2,7 Prozent. Die Ölpreise legten am Montag wieder stark zu. Die Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs erwarten in den kommenden Monaten einen weiteren starken Anstieg der Ölpreise.

Der Dow Jones wurde zudem von den klaren Kursgewinnen bei Walt Disney unterstützt. Die Papiere des Unterhaltungskonzerns kletterten um 4,4 Prozent in die Höhe und markierten damit ein neues Rekordhoch. Im Technologiebereich verbilligten sich Apple um drei Prozent. Tesla kamen um 8,6 Prozent zurück. Die Aktionäre von Microsoft mussten einen Kursverlust in Höhe von 2,7 Prozent verbuchen.

Auch die Papiere des Flugzeugherstellers Boeing standen im Fokus. Am Wochenende hatte ein Zwischenfall mit zwei Mascheinen des Konzerns für Aufsehen gesorgt. Nach Triebwerksausfällen bei zwei verschiedenen Boeing-Modellen war es zu Schäden mit herunterfallenden Triebwerksteilen gekommen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA kündigte umgehend eine Überprüfung der Flugtauglichkeit aller Boeing 777 mit den entsprechenden Triebwerken von Pratt & Whitney an. Boeing-Aktien verloren 2,1 Prozent an Höhe. Die Papiere von Raytheon Technologies, dem Mutterkonzern von Pratt & Whitney, gaben um 1,7Prozent nach.

Der US-Reifenhersteller Goodyear will sich mit der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten Cooper stärken. Die Titel von Goodyear schossen um 21 Prozent in die Höhe.

Dem Kreuzfahrtkonzern Royal Caribbean brockte die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr enorme Verluste ein, doch die Zuversicht auf ein Ende der Krise nimmt zu. Die Zahl der neuen Buchungen seien seit Jahresbeginn bereits stark angestiegen, es habe sich während der Pandemie offenbar viel Nachfrage aufgestaut, teilte das Management mit. Die Aktien gewannen mehr als neun Prozent.

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