US-Börsen (Schluss) 2 - Wall Street schließt tiefer

Vor erster Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Trump und Herausforderer Biden - Beyond Meat steigen stark

Die US-Börsen haben am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Im Vorfeld der ersten Fernsehdebatte zwischen dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und seinem Herausforderer Ex-Vizepräsident Joe Biden dürften Anleger zu Gewinnmitnahmen tendiert haben. Jüngste Konjunkturdaten blieben vor diesem Hintergrund weitgehend impulslos.

Der US-Leitindex Dow Jones verlor 0,48 Prozent auf 27.452,66 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 sank ebenfalls um 0,48 Prozent auf 3.335,47 Einheiten. Auch an der Technologiebörse Nasdaq wurden Verluste verzeichnet: Der Nasdaq Composite büßte 0,29 Prozent auf 11.085,25 Punkte ein. Für den enger gefassten Nasdaq-100 ging es um 0,37 Prozent auf 11.322,95 Stellen hinab.

Die Märkte dürften bis zum Ende des Jahres volatil bleiben, kommentierte ein Portfoliomanager die derzeitige Lage. Dies liege an den Unsicherheiten, die sich aus der US-Präsidentschaftswahl ergeben. Wegen der am heutigen Abend stattfindenden, ersten Fernsehdebatte zwischen dem amtierenden US-Präsidenten Trump und seinem Herausforderer Biden dürften Anleger keine größeren Engagements eingegangen sein, hieß es am Markt. Eher habe man nach drei Tagen im Plus Gewinne mitgenommen.

Konjunkturdaten, die überwiegend besser als erwartet ausgefallen waren, brachten vor diesem Hintergrund keine nachhaltigen Impulse. So hellte sich nicht nur das Verbrauchervertrauen im September stärker auf als erwartet. Auch der US-Häusermarkt scheint weiterhin unbeschadet durch die Coronakrise zu kommen.

Unternehmensseitig rückten die Aktien des Lebensmittelherstellers Beyond Meat in den Fokus. Sie gewannen 9,49 Prozent. Eine verstärkte Präsenz der hergestellten Fleischersatzprodukte in den Walmart-Läden dürfte der Grund für den starken Kursanstieg sein.

Bei Uber wurde dagegen ein Minus von 0,37 Prozent verzeichnet. Der Fahrdienstvermittler zieht den Kauf des deutschen Mobilitätsanbieters Free Now in Erwägung, teilten Insider mit.

Am heutigen Handelstag richteten sich die Blicke auch auf Boeing. Nach einer zweitägigen Erholungsrally, gab es am heutigen Handelstag Gewinnmitnahmen. Die Aktien verbilligten sich um 1,49 Prozent. Unter anderem war die jüngste Rally von der Hoffnung auf eine baldige Wiederzulassung des Krisenfliegers 737 Max geprägt.

Die aktuellen Sorgen um den weiteren Verlauf der Pandemie belasteten zudem Fluggesellschaften. United, Delta, und American Airlines büßten bis zu vier Prozent ein.

Mit Blick auf die Tech-Branche war das Bild gemischt. Während die Titel von Apple um 0,76 Prozent nachgaben, stiegen die Papiere des Chipherstellers Micron im Vorfeld ihrer Zahlenveröffentlichung um 1,99 Prozent. Auch andere Chip-Erzeuger konnten zulegen, darunter auch AMD (plus 2,88 Prozent) und Nvidia (plus 1,46 Prozent). Intel gaben allerdings um 0,47 prozent nach.

Unter Druck gerieten dagegen Öltitel aufgrund fallender Ölpreise. Chevron sanken im Dow Jones um 2,75 Prozent. ExxonMobil verbilligten sich um 2,92 Prozent und Occidental Petroleum verloren 3,38 Prozent.

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