US-Börsen zur Eröffnung leicht im Minus

Schwung erlahmt nach Erholungsrally - Zurückhaltung vor Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Trump und Herausforderer Biden

Die US-Börsen haben am Dienstag kurz nach Handelsbeginn mit leichten Kurseinbußen tendiert. Gegen 15.45 Uhr fiel um der Dow Jones Industrial Index 0,24 Prozent auf 27.518,35 Zähler. Der S&P-500 Index verlor geringfügig um 0,09 Prozent auf 3.348,75 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 0,09 Prozent auf 11.107,74 Einheiten nach.

An der Wall Street ließ der Schwung nach der jüngsten Erholungsrally am Dienstag deutlich nach. Ähnlich wie in Asien und Europa dominierte vor der Fernsehdebatte zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden die Zurückhaltung. In der Nacht treffen sie erstmal zum Schlagabtausch vor laufenden Kameras aufeinander.

Ein Entwurf der demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus für ein 2,2 Billionen US-Dollar schweres Konjunkturprogramm liegt unterdessen weit über den Vorstellungen des von den Republikanern dominierten Senats - entsprechend skeptisch wurde es am Markt aufgenommen. Dazu steht am Freitag noch der viel beachtete monatliche US-Arbeitsmarktbericht an.

Auf dem US-Immobilienmarkt hat sich die Preisentwicklung trotz Coronakrise überraschend deutlich verstärkt. Im Juli stiegen die Hauspreise in den 20 großen Metropolregionen des Landes im Jahresvergleich um 3,95 Prozent, nach 3,46 Prozent im Vormonat, wie aus dem S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Analysten hatten einen stärkeren Zuwachs erwartet, waren aber nur von einem Plus von 3,60 Prozent ausgegangen.

Unternehmensseitig machte erneut Uber von sich reden. Der Fahrdienstvermittler denkt laut Insidern über einen möglichen Kauf des Fahrdienstes Free Now nach. Sollte es zum Erwerb des Gemeinschaftsunternehmens von Daimler und BMW kommen, könnte dies Ubers Marktanteil in Europa und Lateinamerika einen großen Schub verleihen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Die Begeisterung der Anleger hielt sich in Grenzen - die Aktien gaben um 1,4 Prozent nach.

Ein Minus von 1,5 Prozent gab es beim Flugzeugbauer Boeing zu beobachten. Dessen Anteilsscheine litten offenbar unter der Meldung, dass das Beschaffungsamt der deutschen Bundeswehr das Verfahren für den Kauf neuer schwerer Transporthubschrauber der Streitkräfte vorerst abgebrochen hat. Um den Auftrag hatten sich Boeing mit dem CH-47 "Chinook" und Sikorsky mit dem Modell CH-53K beworben. Zu Wochenbeginn hatten Boeing noch Hoffnungen beflügelt, dass der Krisenflieger 737 Max bald wieder abheben darf.

Aktien des Halbleiterherstellers Micron zeigten sich vor Quartalszahlen mit plus 1,3 Prozent hingegen befestigt.

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