US-Börsen zur Eröffnung mit Verlusten

Technologiewerte geben deutlich nach - Sorgen vor steigenden Zinsen und stärker zunehmender Inflation - Boeing-Papiere geben nach Zwischenfall vom Wochenende nach

Die US-Börsen sind am Montag mit Verlusten in den Handel gestartet. Deutlich nach unten ging es dabei vor allem, wie auch schon zuvor an den europäischen Märkten, für Technologiewerte.

Der Dow Jones Industrial stand gegen 15.50 Uhr mit Verlusten von 0,38 Prozent bei 31.375,36 Punkten. Der S&P-500 verlor 0,48 Prozent auf 3.887,58 Einheiten. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um deutliche 0,97 Prozent auf 13.740,02 Punkte nach.

An den Märkten macht sich zu Wochenbeginn zunehmend Sorge vor steigenden Zinsen und einer stärker zunehmenden Inflation breit. Diese Sorgen haben den Optimismus rund um die Corona-Impfkampagnen und die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung zuletzt verdrängt, wie der Analyst Michael Hewson von CMC Markets anmerkt.

Bei den Einzelwerten standen zu Handelsbeginn die Papiere des Flugzeugherstellers Boeing im Fokus. Am Wochenende hatte ein Zwischenfall mit zwei Mascheinen des Konzerns für Aufsehen gesorgt. Nach Triebwerksausfällen bei zwei verschiedenen Boeing-Modellen war es zu Schäden mit herunterfallenden Triebwerksteilen gekommen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA kündigte umgehend eine Überprüfung der Flugtauglichkeit aller Boeing 777 mit den entsprechenden Triebwerken von Pratt & Whitney an.

Zuletzt lagen die Boeing-Aktien bei Verlusten von 1,7 Prozent. Auch die Papiere von Raytheon Technologies, dem Mutterkonzern von Pratt & Whitney, gaben zu Handelsstart ebenso um 1,7 Prozent nach.

Die Aktien von Biontech stiegen zum Start um 2,3 Prozent. Dagegen gaben die Titel von Pfizer um 0,9 Prozent nach. Wie bekannt gegeben wurde, kann der von den beiden Konzernen entwickelte Corona-Impfstoff nun auch bei höhere Temperaturen gelagert werden. Die neuen Daten seien bereits bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht worden, um die Notfallzulassung entsprechend anzupassen.

Für die Titel des US-Reifenherstellers Goodyear ging es zum Start um fast 10 Prozent nach oben. Der Konzern will den Konkurrenten Cooper übernehmen und bietet den Aktionären dafür 41,75 Dollar je Aktie. Zusätzlich bietet Goodyear auch noch 0,907 eigene Anteile. Damit käme der Kaufpreis, entsprechend dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag, auf 54,46 Dollar je Titel. Die Cooper-Papiere stiegen am Montag um mehr als ein Viertel auf 55,41 Dollar.

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