US-Finanzriese Citigroup verdiente im 4. Quartal deutlich weniger

Nettogewinn sank um sieben Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar

Die US-Großbank Citigroup tut sich in der Coronakrise weiter schwer und hat im vierten Quartal erhebliche Abstriche machen müssen. Der Nettogewinn sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar (3,8 Mrd. Euro), wie das Geldhaus am Freitag in New York mitteilte. Die gesamten Erträge gingen um 10 Prozent auf 16,5 Mrd. Dollar zurück. Bankchef Michael Corbat verwies auf "massive wirtschaftliche Folgen durch Covid-19".

Die schwächeren Zahlen seien zudem höheren Kosten und Steuern geschuldet. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr brach der Gewinn um 41 Prozent auf 11,4 Mrd. Dollar ein. Deutlich gesunkene Risikokosten für faule Kredite bewahrten das Institut vor einem noch stärkeren Gewinneinbruch, wie ihn Analysten erwartet hatten. Die Aktien fielen vorbörslich dennoch um knapp zwei Prozent.

Die Citigroup löste zudem eine bereits gebildete Risikovorsorge im Volumen von 1,5 Mrd. Dollar auf. Das wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus. In der ersten Jahreshälfte hatten die Banken noch viele Milliarden Dollar zur Abdeckung von drohenden Kreditausfällen zurückgelegt. Die Aussicht auf ein billionenschweres Hilfsprogramm der US-Regierung für Privatleute und kleine Firmen macht Banken aber zuversichtlich, dass sie die Coronakrise ohne größere Probleme überstehen.

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