US-Fluglinie Delta mit 12 Milliarden Dollar Jahresverlust

Optimismus für 2021

Der Geschäftseinbruch durch die Coronapandemie hat der US-Fluggesellschaft Delta im abgelaufenen Jahr einen zweistelligen Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von fast 12,4 Mrd. US-Dollar (10,19 Mrd. Euro) nach einem Gewinn von 4,8 Mrd. ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag in Atlanta mitteilte.

Delta-Chef Ed Bastian hofft nun, die Airline mit weiteren milliardenschweren Staatshilfen durch die Krise zu bringen: "Ich bin optimistisch, dass es ein Jahr der Erholung und ein Wendepunkt wird."

Im vergangenen Jahr brach Deltas Umsatz um fast zwei Drittel auf 17,1 Mrd. Dollar ein. Der Flugverkehr war infolge der Coronapandemie zeitweise weitgehend zum Erliegen gekommen. Auch danach blieb die Nachfrage nach Flugtickets auf niedrigem Niveau.

Inzwischen schöpft die Konzernspitze wieder Hoffnung. Sie erwartet, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen zu Beginn des Jahres zunächst nur ungleichmäßig erholt und die Buchungen eher schwach bleiben. Sobald größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, die Büros wieder öffnen und die Zuversicht der Verbraucher wächst, rechnet das Management allerdings mit einem anhaltenden Anziehen der Nachfrage.

Bis dahin muss Delta wie andere Fluglinien noch durchhalten. Im laufenden Quartal erwartet das Unternehmen weitere drei Mrd. Dollar aus dem staatlichen Unterstützungsprogramm für die Branche, mit dessen Hilfe sie Beschäftigte über die Krise hinweg an Bord halten kann. Im vergangenen Jahr hatte Delta bereits 5,6 Mrd. Dollar aus dem Programm erhalten, teils als Zuschuss, teils als Kredit.

Ende Dezember verfügte Delta den Angaben zufolge noch über 16,7 Mrd. Dollar an flüssigen Mitteln. Jeden Tag verliert es 10 bis 15 Mio. Dollar. Ende März sollten daher noch 18 bis 19 Mio. Dollar Liquidität übrig sein.

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